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Opernwelt Januar 2009
Rubrik: Medien/CDs, DVDs, Bücher, Seite 27
von Uwe Schweikert

Vergriffen
Weitere Beiträge
Mosebachs Monologe

Seit einiger Zeit schon passen Theatermachern die Texte von Beethovens «Leonore»/«Fi­delio» nicht mehr so recht ins Konzept. Mit dem Hohelied auf Ehe und Familie im Gefängnishof können sie so wenig anfangen wie mit dem Gottvertrauen des politischen Gefangenen im finsteren Verlies. Das Jubelkantaten-Finale erscheint gar als Zumutung – es wird gern als konzertanter...

«Vermutlich bin ich barock»

Frau Piau, ein Satz von Ihnen steht unverrückbar im Raum: Sänger sind verrückte Menschen. Ist es tatsächlich notwendig, verrückt zu sein, um eine gute Sängerin oder ein guter Sänger zu sein?
Sagen wir es so: Nicht alle Sänger sind verrückt. Aber jeder Künstler muss ein bisschen egozentrisch sein, wenn er auf die Bühne geht. Sonst klappt es nicht. Und was wir nicht...

Italienische Reise

«Nun haben Dilettanten aus Florenz / Aus heidnischen antiken Schriften / Sich Theorien künstlich ausgedacht. / Nach denen wird fortan Musik gemacht», lässt Hans Pfitzner den Protagonisten seiner Oper «Palestrina» singen, nachdem dessen Schüler Silla sich als Anhänger des «Stile nuovo» deklarierte.
Er thematisierte damit den Umbruch von kunstvoll kontrapunktischer...