«Wir können nicht einfach auf Turbo schalten»
Frau Breedt, Sie sind leidenschaftliche Golferin. Was hat dieser Sport eigentlich mit dem Singen zu tun?
Viel! Golfen bedeutet kontrolliertes Loslassen. Erforderlich ist ein genauer Bewegungsablauf ohne zu viel Kraftaufwand, vor allem aber die richtige Balance. Wenn man sich beim Schlag zu sehr versteift, fliegt der Ball nicht richtig. Und wenn man beim Singen zu sehr verkrampft, kommt eben der Ton auch nicht wie gewünscht heraus. Manche finden dieses kontrollierte Loslassen schnell, manche müssen es sich erkämpfen.
Immer diese Balance zu finden – daran muss man ein ganzes Sängerleben lang arbeiten.
Kamen Sie auf direkten Weg zum Gesang?
In meiner südafrikanischen Heimat wollte ich eigentlich in die Forschung gehen – Biologie oder Medizin. Meine erste Oper habe ich erst zu Beginn meines Studiums gesehen. Singen, das hatte für mich als Pfarrerstochter mit Kirchenliedern und Gemeinde zu tun. Gut, meine Eltern besaßen eine große Plattensammlung, beide konnten gut singen, doch das nächste Opernhaus war weit weg. Musik war nichts Hochheiliges, man machte das einfach. Mein Vater musste oft zu entlegenen Gemeinden reisen, da haben wir im Auto viel Musik gehört. Irgendwann hörte mich eine ...
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Opernwelt September/Oktober 2015
Rubrik: Interview, Seite 36
von Markus Thiel
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
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– Puccini, Tosca: 13. (P), 18., 27., 30.9.; 4., 10., 16., 22., 25.10.; 1., 21.11.; 25., 31.12.; 24.1.; 11.,...
Herr Kobéra, wofür stand ursprünglich das «neu» im Titel? Für die Musik? Oder die Szene?
Zunächst für Letzteres. Ausgangspunkt war 1990 eine Aufführung von Mozarts «Idomeneo» als Kontrapunkt zur damals laufenden Johannes-Schaaf-Inszenierung der Staatsoper. «Neu» meinte neue, aktuelle Herangehensweisen ans Musiktheater; im «Idomeneo» ging es um «Atomkraft – ja oder...
«Alfred», die erste der elf Opern Dvoráks, ist ein Kuriosum. Überall hört man Wagner-Themen in dem gut zweistündigen Dreiakter aus den Jahren 1869/70. Und zwar meist in Situationen, zu denen sie nicht passen. Die gefangenen Briten werden zum Einzug der Wartburggäste herein- und mit dem hinkenden Beckmesser-Motiv wieder abgeführt. König Harald von Dänemark hält...
