«Wir brauchen die Freien»
Frau Hesse von den Steinen, wenn wir Friedrich Nietzsche Glauben schenken wollen, ist der Einsamste der Stärkste. Die von Ihnen mitbegründete Initiative «krea(K)tiv» scheint aber für das genaue Gegenteil zu stehen ...
Richtig! Denn wenn wir dem österreichischen Kabarettisten Werner Schneyder glauben wollen, ist Einsamkeit die Belästigung durch sich selbst.
Ich glaube, dass es wichtig ist, sich zusammenzuschließen! Unsere Initiative bezeichnet sich absichtsvoll als «Verband», weil wir nicht nur eine lose Ansammlung von Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfern sind. Nach einem Jahr Arbeit wird inzwischen deutlich, dass sich «krea(K)tiv - musiktheater stands up e. V.» zu einem weit verknüpften Netzwerk entwickelt.
Spielt die Tatsache, dass soziale Netzwerke – trotz aller Kritik an ihren systemimmanenten Fehlerquellen – eine immer höhere Relevanz besitzen, für Ihren Verband eine wichtige Rolle?
Soziale Netzwerke erzeugen Sichtbarkeit und schnelle Kommunikation. Auch «krea(K)tiv» ist aus einer Chatgruppe entstanden. Wir nutzen die sozialen Medien natürlich, um Erfahrungen auszutauschen, uns gegenseitig zu informieren und zu aktivieren. Die inhaltliche Arbeit, nämlich konkret Einfluss auf ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Juli 2021
Rubrik: Focus Spezial, Seite 16
von Jürgen Otten
Man spielt die alten Rollen weiter, gibt die Lügen von einst als Wahrheit aus, lässt die Leichen im Keller schmoren. Das wird schon gut gehen, so lange niemand, der dort nicht ohnehin seit Jahren sein Unwesen als Untoter treibt, dieses Horrorhaus betritt und nachfragt. Doch der parsifaleske reine Tor, Student Arkenholz (Yoonki Baek singt die extrem hohe Tenorpartie...
Die Causa ist überliefert. Eine junge Frau aus bürgerlichem Hause. Nach dem Tod des Vaters gerät sie in die Fänge ihrer sadistisch veranlagten Schwägerin. Durch diese dauerhaft gedemütigt und von unsichtbaren Dämonen getrieben, legt sie in ihrer Heimatstadt Tangermünde ein Feuer – mit unübersehbaren Folgen. In seiner Novelle «Grete Minde» greift Theodor Fontane die...
JUBILARE
Matthias Hölle absolvierte sein Gesangsstudium an der Stuttgarter Musikhochschule bei Georg Jelden, später bei Josef Metternich in Köln, wo er 1976 sein erstes Festengagement antrat und elf Jahre zum Ensemble gehörte. Wolfgang Gönnenwein holte ihn an die Ludwigsburger Schlossfestspiele, wo der Bass 1978 als Commendatore in Mozarts «Don Giovanni» Aufsehen...
