Willkommen, bienvenue, welcome
Crossover? Da hebt sich in Deutschland noch immer manche Braue – wie man in den diversen Internetforen, die sich mit E und U beschäftigen, feststellen kann. Denn die Kategorien der E-Musik – von Beamten des 19. Jahrhunderts erfunden und Sammelbegriff für wertvolle, doch kommerziell vergleichsweise chancenarme Werke – und jene ihrer sich vermeintlich prostituierenden, weil dem Massengeschmack hinterherhechelnden Schwester, der U-Musik, wuseln noch immer in vielen Hirnen.
Dass man etwa in den angelsächsischen Ländern den Bereich der Unterhaltung nicht Dummköpfen überlässt, weil man ihn viel zu ernst nimmt, steht auf einem anderen Blatt.
Zwei Diven der Opernbühne üben in ihren neuen Recitals nun jenes Grenzgängertum in überzeugender Manier, wenn auch auf völlig unterschiedlichen Pfaden: Diana Damrau serviert in «Forever» eine gewagt bunte Mixtur aus Operette, Musical und Filmmusik; Anne Sofie von Otter widmet sich im zweiten Teil ihres Doppelalbums «Douce France» französischen Chansons mit Verve und ganz im Zauber des Varietés.
Die Damrau schenkt uns eineinviertel Stunden, in denen man das Gewicht der Welt nicht spürt. Einundzwanzig Nummern – ein Flickenteppich, aber keineswegs ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Januar 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 21
von Gerhard Persché
Herr Protschka, warum brauchen wir einen Gesangswettbewerb ohne Altersbeschränkungen?
Ein Wettbewerb wie ArtOpera ist wichtig, weil Sängerbiografien nicht so geradlinig verlaufen wie die von Instrumentalisten. Wir Sänger fangen relativ spät an – Ausnahmen wie Anja Silja bestätigen die Regel. Meist geht es erst nach der Pubertät oder nach dem Stimmbruch richtig los....
Das Bild vom Kreator der «Reformoper» war lange musikgeschichtlich so verfestigt, dass der «andere» Gluck ganz in Vergessenheit geriet. Dass mit dem (1750 in Prag uraufgeführten) «Ezio» nun ein früheres Gluck-Stück wiederentdeckt wurde, liegt wohl ebenso an der gewachsenen Geltung der Barockoper wie an der postmodern erweiterten Bewertung des Komponisten. Und die...
arte
1.1. – 5.00 Uhr
7.1. – 5.10 Uhr
Naganos Kinderlieder.
Japanische Kinderlieder aus dem 19. Jahrhundert, neu arrangiert von Kent Nagano und Jean-Pascal Beintus.
1.1. – 18.05 Uhr
Neujahrskonzert 2014
aus dem Teatro La Fenice in Venedig. Orchester und Chor des Teatro La Fenice, Diego
Matheuz. Solisten: Lawrence Brownlee, Carmen Giannattasio.
3./9.1. – 5.00 Uhr
Ein Ball...
