Hamburg: Flammender Ehrgeiz
So omnipräsent Verdis Glanzstücke der mittleren und späten Jahre sind – die meisten frühen Opern seiner schaffenswütigen «Galeerenjahre» blieben fast unbeachtet. Ausnahmen bestätigen die Regel. Simone Young, Generalmusikdirektorin und Intendantin der Hamburgischen Staatsoper, hat unter dem Motto «Verdi im Visier» eine Trilogie der so ungewöhnlichen wie kompakten Art auf die Bühne gebracht, drei Premieren in drei Wochen: «La battaglia di Legnano» (1849) und «I due Foscari» (1844; siehe OW 12/2013) verbunden mit «I lombardi alla prima crociata» (1843).
Das Regiekonzept von David Alden sorgte für die schlüssige Dramatisierung, die Bühne von Charles Edwards für einen zerschlissenen Raum der Düsterkeit, das Ensemble für eine engagierte Darstellung in halb modernen, halb historisch stilisierten Kostümen (Brigitte Reiffenstuel).
Verdis vierte Oper, das Dramma lirico «I lombardi», nach dem Epos von Tommaso Grossi, versammelt gleich mehrere zeitlich versetzte Dreieckskonflikte um zwei Brüder und zwei Frauen im Rahmen hoch emotionaler Chorhandlungen. Die Chöre sind, wie in «La battaglia» und den «due Foscari», meistens «episch» auf bühnenhoch schwebender Balustrade postiert. Vier Akte tragen ...
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Opernwelt Januar 2014
Rubrik: Panorama, Seite 39
von Wolfgang Schreiber
Die Tragödie ist so gut wie vergessen. Am 1. März 1954 geriet der japanische Fischer Aikichi Kuboyama nach einem Nukleartest der amerikanischen Marine unweit des Bikini-Atolls mit 22 anderen Seeleuten in einen radioaktiven Ascheregen. Ein halbes Jahr später war er tot. Das erste Opfer der Wasserstoffbombe. Eine Sekunde hielt die Welt den Atem an, dann ging sie zur...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theater-aachen.de
– Hänsel und Gretel: 3.
– Rusalka: 5., 10., 24.
– Fidelio: 19.
Altenburg
siehe Gera
Annaberg-Buchholz
Tel....
Das war knapp. Kurz vor Toresschluss des Wagner-Jahres hat das Staatstheater Nürnberg den Finger gehoben: Ja, auch dort muss ein neuer «Ring des Nibelungen» sein, bis zur Spielzeit 2015/16 wird er geformt. Es ist die dritte bayerische Tetralogie in kurzer Zeit, nach der mäßigen Münchner und der szenisch verunfallten Bayreuther. Und noch immer hallt dabei die...
