Wieder flügge

Das Festival «Musiques Interdites» in Marseille bringt erstmals Simon Laks´ Kammeroper «Die unerwartete Schwalbe» auf die Bühne.

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Im Paradies passierte seinerzeit offenbar auch noch allerlei, nachdem Adam und Eva in die Welt hinaus getrieben worden waren. Ein Ort für fantastische Geschichten ist der Garten Eden allemal. Ein Journalist und ein Pilot müssen im Paradies notlanden, finden sich dort unter berühmten Tieren wieder. Die Taube aus Noahs Arche, die Forelle von Franz Schubert, natürlich die Schlange aus dem Paradies, Sherlock Holmes’ «Hund von Baskerville», der Bär von Bern und andere.

Alle wundern sich über einen Neuankömmling, einen zerfledderten Vogel, der sich «Vorstadt-Schwalbe» («L’Hirondelle du Faubourg») nennt, nach einem berühmten französischen Chanson von 1912.
«L'Hirondelle inattendue» («Die unerwartete Schwalbe») – die Partitur wurde 1965 abgeschlossen –  basiert auf einem Stück des französischen Autors Claude Aveline («Le Paradis des animaux perdus»), das Libretto schrieb Henri Lemarchand. Die Musik stammt von Simon Laks (1901-1983). In Warschau geboren, ging er 1926 nach Frankreich. Laks überlebte das Vernichtungslager Auschwitz, wo er das Orchester leitete. «L'Hirondelle inattendue» ist seine einzige Oper, sie wurde zu seinen Lebzeiten nur einmal, 1975, in gekürzter Form im Rahmen einer ...

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Opernwelt September/Oktober 2009
Rubrik: Magazin, Seite 91
von Elisabeth Richter

Vergriffen
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