Wichtige Aufführungen und Regieleistungen der Saison

Opernwelt - Logo

Die Zahlen sprachen für sich: 680 Beteiligte, 450 Proben, 15 Stunden Musik – der dreitägige Stockhausen-Zyklus «Aus Licht» im Amsterdamer Gashouder unter der musi­kalischen Leitung von Kathinka Pasveer geriet zu einem Mammutprojekt.

Das Ergebnis dieser musiktheatralen Koproduktion zwischen Nationaloper, Holland Festival, dem Königlichen Konservatorium in Den Haag und der Stockhausen-Stifung beeindruckte: «Das künstlerische Team um Regisseur Pierre Audi schaffte es, in dem kathedralenartigen Rund immer neue Welten zu erschaffen.» (OW 7/2019)

Das Stück hat Hochkonjunktur, nun auch in der Schweiz. Gleich drei Bühnen dort wagten sich im Herbst 2018 an Mozarts «Così fan tutte», neben Bern und Lausanne auch das Opernhaus Zürich, wo eine (von Cornelius Meister dirigierte) Produktion des russischen Regisseurs Kirill Serebrennikov herauskam, der in Moskau unter Hausarrest stand und deswegen für die Probenarbeit nicht vor Ort sein konnte. «Das lobenswerte, eindeutige politische Zeichen der Zürcher Oper erhielt so sein künstlerisches Fundament (...) Äußerst kraftvoll verbindet Kirill Serebrennikov das Stück mit der von Hedonismus und Konsum geprägten Glitzerwelt der Jetztzeit: flüchtige ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Jahrbuch 2019
Rubrik: Bilanz, Seite 76
von Red.

Weitere Beiträge
Wie auf dem Sklavenmarkt

Der 27. März 2019 war ein Tag für die Annalen: Eine Königin dankte ab. Als Elisabetta in Donizettis «Roberto Devereux» verabschiedete sich Edita Gruberova im Münchner Nationaltheater von der Opernbühne. Damit ging eine einzigartige Karriere zu Ende, die am 19. Februar 1968 in Bratislava mit Rosina in Rossinis «Barbiere di Siviglia» begann. Nach ihrem Erfolgsrezept...

Kleines, großes Wunder

Den Anfang machten Köln, Wien und Stuttgart. Mitte der 1980er entdeckten die Intendanten der dortigen Opernhäuser ihr Herz für Kinder und gründeten eigene Abteilungen, in denen sie bald altersgerechte Inszenierungen sowie pädagogische Angebote und Partizipa­tionsprojekte professionalisierten. Inzwischen ist das Kindermusiktheater als eigenständige Kunstform mit...

Mitten in Europa

Dass die Opéra national du Rhin zum «Opernhaus des Jahres» gewählt wurde, wäre für die Generalintendantin der drei Häuser in Strasbourg, Colmar und Mulhouse eine große Freude gewesen. Aber Eva Kleinitz hätte sich keine Sekunde auf den Lorbeeren ausgeruht. Vielmehr die Auszeichnung zum Anlass genommen, ihre künstlerische Mission mit der ihr eigenen Fantasie,...