Was kommt... Juli 2020
IM FOCUS
Sie war die erste Regisseurin überhaupt, die den Theaterpreis DER FAUST erhielt. 2014 war das, doch nicht erst seit dieser Ehrung gilt Sandra Leupold als eine der interessantesten Vertreterinnen der Zunft. Ihre Inszenierungen zeichnen sich stets durch eine gedankliche Schärfe aus, die den Werken über ihre Entstehungszeit hinaus parabelhaften Charakter zuweist. Höchste Zeit für ein Gespräch
IM WANDEL
Bayreuth steht vor einem Paradigmenwechsel.
Immer lauter werden die Stimmen, die einen konstruktiven Krisendiskurs herbeiwünschen und den Kult um den Kanon für atavistisch halten. Junge Künstler wie der Dirigent Pietari Inkinen streben zum Hügel, nebenan plant man unter der Leitung von Max Emanuel Cencic ein Barockfestival. Einblicke, Ausblicke
IM SCHATTEN
Seine «Römische Trilogie» kennt jeder. Und mancher erinnert sich vielleicht noch an Ottorino Respighis «Marie Victoire», die 2009 an der Deutschen Oper Berlin herauskam. Ansonsten aber weiß die Musikwelt wenig über den italienischen Komponisten. Grund genug, Leben und Œuvre dieses Meisters zu beleuchten. Ein Essay
IM AUFWIND
Allein im vergangenen Jahr hat Konstantin Krimmel mächtig abgeräumt: Er siegte sowohl ...
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Opernwelt Juli 2020
Rubrik: Service, Seite 64
von Red.
Es ist ein Glücksfall für Adrienne Goehler, die Herausgeberin dieses Buches, dass das bedingungslose Grundeinkommen (kurz: BGE) in der derzeitigen ökonomischen Situation wieder mehr diskutiert wird. Dabei hat Goehler auch sonst nie Scheu gezeigt, über Dinge zu sprechen, die gerade nicht auf der Tagesordnung stehen, und häufig wählt sie dabei einen Ansatz, den...
Die Realität ist bloß eine Illusion, verursacht durch mangelnden Alkoholgenuss», schrieb jemand, der sich auf solche Ausfallserscheinungen offenbar nicht einlassen wollte, an eine Hauswand in der Wiener Innenstadt. Wir wissen nicht, ob der Schreiber irgendetwas mit Oper zu tun hatte; sicher ist jedenfalls, dass er den Signori Cilea, Giordano, Leoncavallo, Mascagni...
Es gebe, schreibt Maurice Maeterlinck einmal, «eine alltägliche Tragik, die viel wahrer und tiefer ist und unserem wahren Wesen weit mehr entspricht, als die Tragik der großen Abenteuer. Sie ist leicht zu empfinden, aber schwer darzustellen». Gabriel Fauré fand für diese Tragik des Alltags, für die Erschütterungen im äußeren Gleichmaß des Lebens, den unhörbaren...
