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Performative Energien

Ein Multitalent? Es ist anzunehmen. Sirje Aleksandra Viise, die in den USA und in Berlin studierte und sich danach auf die zeitgenössische Musik und Kunst stürzte, ist nicht nur eine Expertin für besondere Klangwelten, sie liebt auch das Experimentelle an sich. Ihre Abende sind mehr als nur reine Aufführungen, sie sind vor allem eindrucksvolle Statements. Zeit für ein Gespräch

Poetische Neigungen

Ihre Heimat? Schwer zu sagen.

Mit 15 Jahren kam Katharina Konradi, vermutlich mit Versen ihres berühmten Landsmannes Tschingis Aitmatow auf den Lippen, nach Deutschland. Und hier hat sie von Morgana bis Marzelline, von Susanna bis Sophie, schon einige lyrische Sopranrollen glanzvoll gestaltet. Ihre heimliche Liebe aber gilt dem  Lied. Warum das so ist, wird sie uns erzählen 

Polens Stolz

Was war dieser Mann nicht alles! Pianist, Komponist, Freiheitskämpfer, schließlich sogar Ministerpräsident seines Landes. Die Bühnen Halle (Saale) haben nun Ignacy Jan Paderewskis lyrisches Drama «Manru» aus der Mottenkiste geholt und präsentieren dieses schillernde, 1901 in Dresden aus der Taufe gehobene Werk. Wir schauen zu

Philosophie in Tönen

Seine Neigung zu bedeutender ...

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Opernwelt April 2022
Rubrik: Impressum, Seite 80
von

Weitere Beiträge
Animierend zurückgelockt

Komponistinnen sind zwar im kulturellen Klima der Diversität «angesagt», ihre Werke führen im Konzertsaal und auf den Opernbühnen aber nach wie vor ein Schattendasein. Rühmliche Ausnahmen: das Stadttheater Bremerhaven, das in dieser Spielzeit schwerpunktmäßig Werke von Frauen aufs Programm gesetzt hat, und das Staatstheater Darmstadt, das eine ganze...

Nächtlicher Engelsgesang

Tora Augestad ist nicht zu fassen. Ein bisschen erinnert eine Begegnung mit ihrer Kunst an die Erkundung von Herzog Blaubarts Schloss: Mehrere «Türen» gibt es da, die man ganz behutsam öffnet, im Glauben, endlich auf den Schatz (oder zumindest auf irgendeine Erkenntnis) zu treffen, um dann doch jedes Mal ziemlich überrascht davon zu sein, was man in den Räumen...

Das Glück ist anderswo

Es ist nicht überliefert, ob Emilia Marty, diese durch und durch erstaunliche Frau, eine eifrige Leserin der Schriften von Søren Kierkegaard war. Genügend Gründe, sich zumindest in eines seiner Traktate zu vertiefen («Die Wiederholung» von 1843), hätte die gute Emilia jedoch auf jeden Fall gehabt. Denn dortselbst findet sich ein Satz, der ziemlich genau beschreibt,...