Die lachende Dritte

Zum Tode der Sopranistin Antonietta Stella

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Schon ihr Name war Musik und wurde im Deutschland der Wirtschaftswunderjahre zum Synonym für Italien- und Opernsehnsüchte schlechthin. Am 15. März 1929 im umbrischen Perugia geboren, wo sie später auch ihre Ausbildung erhielt, war sie gerade einmal 20 Jahre alt, als sie im benachbarten Spoleto den ersten Preis bei einem Gesangswettbewerb gewann, der mit einem Stückvertrag (für «Il Trovatore») am dortigen Teatro Nuovo verbunden war. Das Verdi-Jahr 1951 gab für sie wie für manche andere junge Sängerinnen und Sänger ihrer Generation den Anstoß zur großen Karriere.

In einer Produktion der «RAI», die von der Firma Cetra als Schallplatte veröffentlicht wurde, sang sie an der Seite des Tenor-Neulings Carlo Bergonzi die Amelia in «Simon Boccanegra». Im gleichen Jahr debütierte sie an der Römischen Oper als Partnerin von Mario Del Monaco in «La forza del destino». Noch in der gleichen Saison war sie dort auch in zwei Wagner-Rollen zu erleben – als Sieglinde und Elisabeth. Gastspiele an deutschen Bühnen (München, Stuttgart, Wiesbaden) in italienischen Partien schlossen sich unmittelbar an.

Die weitere Karriere verlief ungewöhnlich schnell und führte Stella an viele große Theater im Inland ...

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Opernwelt April 2022
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Ekkehard Pluta

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