Was kommt... Dezember 2021
Überbeschäftigt?
Zuletzt sahen wir von Regisseur Johannes Erath Gounods «Faust» und Saariahos «L'Amour de loin» in Köln sowie Verdis «La traviata» in Hamburg und Mozarts «Le nozze di Figaro» in Dresden.
Doch: Lebt es sich als viel gefragter Künstler gut «aus dem Koffer»? Und wie martert man sich wirklich treffende Regie-Ideen entlang der Stoffe mehrmals im Jahr aus dem Hirn? Ein Interview
Überall präsent
Eine eigene Oper für ein junges Publikum: Das ist der Anspruch der Kinderoper Köln, die zu den absoluten Pionierinnen in Sachen Musiktheater für Kinder und Jugendliche in Europa gehört. Hier werden für Kinder aller Altersgruppen sowie für Familien erstklassige Opernproduktionen mit professionellen Sängerinnen und Sängern gezeigt, begleitet vom Gürzenich-Orchester Köln. Jetzt feiert die Kinderoper Köln ihr 25-jähriges Jubiläum – und sogar eine eigene Stadtbahn der Kölner Verkehrsbetriebe steht ganz im Zeichen der musiktheatralischen Nachwuchspflege.
Überlebt
Der im russischen Kaiserreich geborene Komponist Szymon Laks (1901–1983) überlebte die Martyrien von Auschwitz. Sein erstaunliches Liedschaffen wird in letzter Zeit immer neugieriger beäugt. Welche Lieder von ihm muss man ...
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Opernwelt Dezember 2021
Rubrik: Service, Seite 80
von Red.
Die Konstellation kommt nicht von ungefähr, sie hat ein Vorbild: ein Paar aus Frau und Mann, verklammert an einem Ort, der Geheimnisse und (vergebliche) Hoffnungen ebenso bereithält wie Offenbarungen. Erkennbar bezieht sich Péter Eötvös in seinem zehnten Musiktheater «Senza Sangue» auf den Einakter «Herzog Blaubarts Burg» seines Landsmannes Béla Bartók. Doch schon...
Es ist der 19. Januar 2004, der gemeinhin als Datum einer neuen Gruberová-Zeitrechnung gilt. Sicher, da war noch immer das technische Wunderwerkzeug, das sie in der Premiere von Donizettis «Roberto Devereux» vorführte. Die Tonfontänen, die sie bis in die Stratosphäre schoss. Die Klangfäden, silberfein leuchtend, endlos lang gesponnen und doch so reißfest. Überhaupt...
So etwas ist ja nicht nichts, heutzutage, wo Feines, Kleines besonders gefragt scheint. Ein farbenreich abschnurrendes Kammerspiel mit kleinem Orchester, fünf Solistinnen und Solisten auf der Bühne, die in 17 Rollen schlüpfen, Alter und Geschlechter fliegend wechseln, mit einem Wort also hochvirtuos sein müssen, dazu eine «fabelhafte» Handlung eines bestens...
