Was heißt Stimmband?

Grundbegriffe des Gesangs, Teil 4

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Unser Stimmklang wird durch die perfekte Koordination von Atmungs-, Kehlkopf- und Artikulationsbewegungen erzeugt, Bewegungen, die zu den komplexesten gehören, zu denen der Mensch fähig ist. Und doch hat die Tonproduktion ein physiologisches Zentrum, das oft mit der gesamten Stimme gleichgesetzt wird: die Stimmbänder, die physiologisch zutreffender eigentlich Stimmlippen heißen und den Ort bezeichnen, an dem der «Grundschall der Stimme»1 entsteht. Über die existenzielle Bedeutung dieses Organs für Sänger wurde in den letzten Jahren auch in der Öffentlichkeit viel berichtet.

Die Krankheitsgeschichte des Tenors Rolando Villazón ist lediglich einer der prominentesten Fälle und steht stellvertretend für die zahlreichen Gefährdungen, denen Sänger ausgesetzt sind, auch solche aus dem Bereich der Popmusik, wie die in den einschlägigen Medien zum Hauptthema erhobene Operation des «Tokio Hotel»-Stars Bill Kaulitz zeigt.

Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war das Prinzip der Tonproduktion der menschlichen Stimme nicht bekannt. In Anlehnung an antike Quellen und deren Fortschreibung bis in die frühe Neuzeit wurde die Entstehung menschlicher Töne mit der Tonproduktion von Blasinstrumenten ...

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Opernwelt Januar 2011
Rubrik: Serie – Grundbegriffe Gesang, Seite 48
von Bernhard Richter, Thomas Seedorf

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