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Star ohne Allüren
Was tun, wenn der Vater ein veritabler Heldentenor ist? Nadja Stefanoff wehrte sich lange gegen die Erkenntnis, dass sie im Grunde Sängerin werden «musste». Zum Glück entschied sich die Sopranistin irgendwann doch dafür – und brilliert seit vielen Jahren mit scharfgezeichneten Rollenporträts. Ihr Repertoire ist weitgefächert, es reicht von Armide und Elettra über Norma, Marschallin und Fedora bis zu Wagners Sieglinde. Ein Porträt

Komponist ohne Fortüne
Sein größter Fehler war die Liebe zur Heimat.

Hollywood hatte ihn 1930 schon umarmt, da kehrte Oscar Straus noch einmal zurück nach Österreich – und wurde als jüdischer Komponist nicht mehr glücklich. Sein Œuvre wird nun nach und nach wiederendeckt, Annaberg-Buchholz zeigt sein «Walzerparadies». Wir fahren hin

Bass ohne Berührungsangst
Ein Mann, ein Bär. Und ein phantastischer Bass dazu. Patrick Zielke reüssierte zunächst als Wagner-Interpret, bevor er sich wichtige Partien im italienischen, deutschen und im russischen Fach erarbeitete. Ein Sänger, der auch schauspielerisch einiges zu bieten hat. Wir haben ihn getroffen

Theater ohne Grenzen
Glücklich ist, wer vergisst. Auch ein heftiger Wasserschaden vermochte die ...

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Opernwelt Januar 2025
Rubrik: Impressum, Seite 72
von

Weitere Beiträge
Meine Heimat

Orpheus, der Ursänger, erhob seine Stimme, um Tiere und Götter zu besänftigen. Und Magdalena Kožená? Fast flehentlich richtet sich ihr Blick zum Himmel über Prag. Sie selbst, so zumindest suggeriert es das Cover ihres neuen Albums, scheint über den Häusern der tschechischen Hauptstadt zu schweben, in der sich einst das Hauptquartier des Lärms befand, um die...

Grenzgänge

Einige Zeit ist das her, 16 Jahre genau, als er vom Dirigenten ständig ausgebremst wurde. Zu viel Dampf, zu viel Dezibel: Nikolaus Harnoncourt musste sich mit seinem Idomeneo-Sänger bei der Grazer Styriarte erst ins Benehmen setzen, wie er einmal im persönlichen Gespräch erzählte. Das Ergebnis gab dem (damals auch inszenierenden) Maestro Recht: Ein Kreter-König mit...

Augenfutter

Kurz vor der Gebiss-Innenseite wird der Kampflaut der Freibeuter erzeugt, mit Flatterzunge und davorgeschaltetem Vokal. «Arrrrgh!», schreibt sich das und wird irgendwann auf Tafeln auch dem Publikum präsentiert.

Die Premierengemeinde zögert nur kurz. Wie überhaupt fast jede Nummer begeistert beklatscht wird und sich alle nach dem Schlusston zu standing ovations erh...