Vorschau und Impressum Opernwelt 12/24
Star ohne Allüren
Was tun, wenn der Vater ein veritabler Heldentenor ist? Nadja Stefanoff wehrte sich lange gegen die Erkenntnis, dass sie im Grunde Sängerin werden «musste». Zum Glück entschied sich die Sopranistin irgendwann doch dafür – und brilliert seit vielen Jahren mit scharfgezeichneten Rollenporträts. Ihr Repertoire ist weitgefächert, es reicht von Armide und Elettra über Norma, Marschallin und Fedora bis zu Wagners Sieglinde. Ein Porträt
Komponist ohne Fortüne
Sein größter Fehler war die Liebe zur Heimat.
Hollywood hatte ihn 1930 schon umarmt, da kehrte Oscar Straus noch einmal zurück nach Österreich – und wurde als jüdischer Komponist nicht mehr glücklich. Sein Œuvre wird nun nach und nach wiederendeckt, Annaberg-Buchholz zeigt sein «Walzerparadies». Wir fahren hin
Bass ohne Berührungsangst
Ein Mann, ein Bär. Und ein phantastischer Bass dazu. Patrick Zielke reüssierte zunächst als Wagner-Interpret, bevor er sich wichtige Partien im italienischen, deutschen und im russischen Fach erarbeitete. Ein Sänger, der auch schauspielerisch einiges zu bieten hat. Wir haben ihn getroffen
Theater ohne Grenzen
Glücklich ist, wer vergisst. Auch ein heftiger Wasserschaden vermochte die ...
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Opernwelt Januar 2025
Rubrik: Impressum, Seite 72
von
Auch im Märchenland ist eines klar: Jeder Topf hat seinen Deckel, jeder Prinz muss seine Prinzessin finden. Die Herren der Schöpfung sind dabei mehrheitlich langlockige, muskulöse junge Kerle in Strumpfhosen, die sich an Gemächt und Hintern, Schenkeln und Waden dermaßen gehörig ausbeulen, dass es schon fast ungehörig ist. Und wenn sich ihr Sixpack nicht ohnehin...
Italienerinnen und Italiener haben ein gespaltenes Verhältnis zum Wasser. Zwar verbringen sie ihre Ferien am liebsten am Strand – doch schwimmen gehen sie kaum. Die Allermeisten wagen sich höchstens bis zur Hüfte ins Meer. Dort telefonieren sie dann ausgiebig, manchmal plaudern sie auch mit real anwesenden Mitmenschen. Junge Leute werfen sich, im Kreis stehend,...
Wieviel Feinheit verträgt die Kunstform Oper? Charles Gounod schrieb für «Roméo et Juliette» eine außerordentliche Musik: gelehrt in der Verwendung traditioneller polyphoner Techniken, gediegen in ihrem wohltönenden, kunstvoll ausbalancierten Stimmensatz, raffiniert in der Aufbietung aparter Klangeffekte. Vom «großen Pinsel» machte Gounod ungern einmal Gebrauch, er...
