Vorschau und Impressum 11/22
FantasievollEines sind ihre Inszenierungen nie: langweilig. Lydia Steier steht für eine Regiekunst, die den jeweiligen Stoff stets ernsthaft durchdringt, ohne ihn moralisch zu verbiestern. Nun wagt sich die Luzerner Operndirektorin an Strauss’ Einakter «Salome» und gibt damit ihr Regiedebüt an der Opéra national de Paris. Wir fahren natürlich hin
Federführend
Sie gilt als eine der wichtigsten Vorkämpferinnen für Frauenfiguren auf und hinter der Bühne. Die Bücher von Eva Rieger haben diesbezüglich Maßstäbe gesetzt.
Nun hat sie über Richard Wagners Tochter Isolde geschrieben. Eine Lektüre
Vielseitig
Schon als Sängerin war sie eine Wucht. Seit einigen Jahren beweist Brigitte Fassbaender ihre stupenden Qualitäten auch als Regisseurin, zuletzt in Erl und Meiningen. Ein Interview
Fast vergessen
Sein Talent war enorm. Dass die Bühnenwerke Alberto Franchettis dennoch schon zu Lebzeiten des italienisch-jüdischen Komponisten der Vergessenheit anheim -fielen, ist insbesondere dem Faschismus in seinem Heimatland und der Verdammung dieser Opern durch die Nationalsozialisten zuzuschreiben. Nun bringt die Oper Bonn Franchettis «Asrael» heraus, ein Stück, das den Konflikt zwischen dem Geist des ...
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Opernwelt 11 2022
Rubrik: Impressum, Seite 80
von
JUBILARE
Astrid Schirmer wurde am 8. November 1942 in Berlin geboren. Sie blieb zunächst ihrer Heimatstadt treu und studierte Gesang bei Elisabeth Grümmer. Bereits als junger Mensch sang sie Partien des jugendlich-dramatisches Faches (beispielsweise Leonore und Sieglinde); Engagements an den Häusern in Wien und Lyon folgten. In Patrice Chéreaus Bayreuther...
Mögen sie einander auch in noch so intimer Abneigung verbunden sein: Ein Duell unter Edelmännern setzt die Wahl der gleichen Waffen voraus. Das gilt im wahren Leben wie in der Kunst. Also lässt Giorgio Battistelli für «Orazi e Curiazi», jene Kostbarkeit des Instrumentalen Theaters, zwei Schlagzeuger aufeinandertreffen, deren perkussives Instrumentarium nahezu...
Seinen Kollegen Georg Wilhelm Friedrich Hegel sanft korrigierend, stellte auch Karl Marx fest, dass sich alle weltgeschichtlichen Tatsachen zweimal ereigneten, allerdings «das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce». Mit Blick auf den Antisemitismus, seine Wiederholungen und seine grausige Radikalisierung im Massenmord des Holocaust bleibt einem die...
