Vorgeschoben
Die endgültige Erkenntnis liefert nach erfolgter Lektüre der Blick ins Register: «Stockhausen, Karlheinz» findet sich da als Eintrag. Das allein lässt aufmerken, und es folgen gar nicht einmal so viele Seitenzahlen, bedenkt man, dass der Untertitel des Buches «Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen» lautet und der Titel ein Zitat des Komponisten ist. «Sein Kopf war im Traum wie eine Note im System der Notenlinien gefangen gewesen, und er hatte große Mühe mit dem Versuch der Befreiung», berichtet Mary Bauermeister von einem Alptraum Stockhausens aus den frühen 1960erJahren.
Mary Bauermeister hat mit Karlheinz Stockhausen zusammengelebt. Zuerst in einer Dreierbeziehung mit seiner ersten Ehefrau Doris, dann – von 1967 bis 1973 – als seine zweite Frau und Mutter seiner Kinder Julika und Simon. Sie hat mit ihm die Welt bereist: Südfrankreich, Sizilien, Finnland, Japan, Südafrika, Nordamerika. Ist mit ihm gemeinsam großen Künstlerpersönlichkeiten begegnet: Leonard Bernstein, Marc Chagall, Joan Miró, Max Ernst, René Magritte. Hat die Entstehung wichtiger Werke hautnah miterlebt und durchaus auch beeinflusst: «Momente», «Hymnen», «Fresco», die Anfänge des «Licht»-Zyklus. Davon berichtet sie ...
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Opernwelt Februar 2012
Rubrik: Medien | CDs, DVDs, Bücher, Seite 27
von Jörg Hillebrand
ARTE
1./7./13.2. – 6.00 Uhr
Das Trio Wanderer interpretiert Liszt und Chopin.
2.2. – 6.00 Uhr
Flötenkonzert zum 300. Geburtstag Friedrichs d. Gr.
Kammerphilharmonie Potsdam, Trevor Pinnock. Solist: Emmanuel Pahud.
3./9.2. – 6.00 Uhr
Lang Lang spielt Liszt.
Liebestraum, Paganini-Etüden u....
Es ist etwas faul im Staate Dänemark, aber darüber spricht man nicht. Und besungen wird es erst recht nicht. Aber die Grundsatzfrage «Sein oder nicht sein» wird doch gestellt. Allerdings lautet sie hier «Être ou ne pas être», schließlich geht es um Ambroise Thomas’ Opernversion des «Hamlet». Bei der Uraufführung 1868 in Paris bejubelt, rutschte die Oper rasch aus...
Minnie reitet wieder. Auf einer Leinwand prescht sie durch die Prärie, während im Orchestergraben wilde Fortissimo-Arpeggien tosen, zwischen Dur und Moll changierende Akkorde, gefolgt von fallenden Ganztonketten. Die kurze Introduktion zu Puccinis «La fanciulla del West» als Vorspann wie zu einem Stummfilm-Western mit Live-Musik. Dann schwingt sich die Titelheldin...
