Vorbildliche Bedingungen
Erstmals wurde der Deutsche Dirigentenpreis in diesem Jahr als internationaler Wettbewerb ausgeschrieben. Inhaltlich entscheidend war eine Öffnung in Richtung Oper. Die Kandidaten hatten nicht nur ein anspruchsvolles Konzertprogramm zu bewältigen, das von Haydn bis zu Messiaens «Chronochromie» und Birtwistles extrem schwerem «Silbury Air» reichte. Sie mussten sich auch in der Oper bewähren: Das Finale des zweiten Akts aus Mozarts «Figaro» stand ebenso zur Auswahl wie Ensembles von Verdi und Puccini oder die Bibelszene aus Bergs «Wozzeck».
Impulsgeber und Motor für diese breite und anspruchsvolle Ausrichtung des Wettbewerbs war Lothar Zagrosek, der im veranstaltenden Deutschen Musikrat den Beirat für das Dirigentenforum leitet und nun der Jury vorstand.
Zagrosek war es auch, der die beteiligten Institutionen für den Wettbewerb gewinnen konnte: die Kölner Philharmonie als Austragungsort, das WDR Sinfonieorchester und die Oper Köln, die nicht nur Sängerinnen und Sänger zur Verfügung stellte, sondern auch deren Einstudierung übernahm, das sonst hauptsächlich in der Oper tätige Gürzenich-Orchester (im Rahmen von Opern-Diensten) zur Verfügung stellte und die ebenfalls neu eingerichtete ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Während die Musik gleich zu Beginn ins Taumeln gerät, entbirgt die Bühne ein Karussell, das überdies quasi ein Kind bekommt, ein Modell in verkleinertem Maßstab an der Rampe vorne links. Das Programmbuch hatte uns dazu unter anderem Rilkes «Jardin du Luxembourg» suggeriert. Wir könnten freilich auch Wiener Praterkolorit beschwören, H. C. Artmann etwa: «I bin a...
Reinhard Goebel, einer der seriösesten und experimentierfreudigsten Alte-Musik-Pioniere aus Deutschland, hat einmal von einem Kammermusikkurs in Salzburg berichtet, bei dem er in die Runde fragte, ob sich jemand dezidiert mit den Hintergründen der gespielten Musik beschäftigt habe. Worauf eine französische Streicherin abwimmelte: Vorworte lese sie prinzipiell...
58. Jahrgang, Nr 11
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752305
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.der-theaterverlag.de/opernwelt
Redaktion
Jürgen Otten, Albrecht Thiemann (V. i. S. d. P.)
Redaktionsbüro
Andrea Kaiser...
