Unverkrampfte Genauigkeit

«Written on Skin»: In seinem ersten großformatigen Beitrag zum Musiktheater ist George Benjamin sich selbst treu geblieben

Als ich Kind war, hatte ich ein Buch mit griechischen Sagen, das mir äußerst wichtig war. Ich verbrachte Stunden damit, in meinem Kopf Opern zu den Geschichten zu improvisieren. In der Schule war meine erste Erfahrung mit meiner ­eigenen Musik, als ich die Partituren dirigierte, die ich zu Schauspielen geschrieben hatte, einige zu Shakespeare, andere zu originalen Texten meiner Klassenkameraden. Das Theater liegt mir also im Blut, und in gewisser Weise kehre ich mit der Opernkomposition zu meinen Wurzeln zurück.

Ich muss hinzufügen, dass die enge Zusammenarbeit mit einem Schriftsteller vom Kaliber und der Originalität Martin Crimps extrem herausfordernd und inspirierend für mich gewesen ist.» Musiktheater – eine sozusagen natürliche Ausdrucksform, insbesondere für einen angehenden Komponisten. Was George Benjamin hier in einem Gespräch mit Marie Luise Maintz (anlässlich der Uraufführung von «Written on Skin» im Juli 2012 in Aix-en-Provence) mitteilt, wirft ein neues Licht auch auf sein bisheriges Œuvre, das sich – je zur Hälfte von vokalen und instrumentalen Konzertwerken bestimmt – nur selten ausdrücklich auf die Bühne berief. Immerhin war Benjamin mit der gut halbstündigen ...

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Opernwelt Jahrbuch 2013
Rubrik: Bilanz des Jahres, Seite 106
von Hans-Klaus Jungheinrich

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Das Urteil von 50 Kritikern

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John Allison
London
Opera, Sunday Telegraph

 

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