Szene aus Fred Raymonds «Saison in Salzburg»; Foto: Promo/Hörmandinger
Und die Musi spielt weiter
Der Alte spricht von «wehmütiger Erinnerung», der Neue von «Energie und Enthusiasmus», aber auch «Demut». Der Wechsel an der Spitze des Lehár Festivals Bad Ischl ist getragen von Emotionen, wie es angemessen ist für ein Genre, in dem Gefühl dominiert. 14 Jahre lang hatte Michael Lakner als Intendant die Entwicklung des größten Musiktheaterfestivals in Oberösterreich erfolgreich verantwortet, bis er in diesem Sommer in gleicher Eigenschaft an die Bühne Baden bei Wien ging – ein Theater, in dem die Operette seit jeher eine wichtige Rolle spielt.
Und Thomas Enzinger ihm in Ischl als geschäftsführender Intendant nachfolgte.
In Ischl, 100 Jahre lang kaiserliche Sommerfrische der Habsburgermonarchie, ist Operette das kulturelle Lebenselixier. Die Präsenz der Meister des Genres – von Johann Strauß bis Oscar Straus – drückte der kleinen Stadt im Herzen des Salzkammerguts ihren Stempel auf. Vor allem Franz Lehár, der sich in einer Villa an der Traun dort niederließ, wurde neben dem Kaiserpaar Franz Joseph I. und Sissi zum Markenzeichen mit touristischem Mehrwert. Michael Lakners Programmatik trug dem Rechnung, ein Werk des Festivals war immer aus der Feder Lehárs. Raritäten wie «Eva», ...
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