Liebesmüde: Zoltán Nyári (Siegmund) und Nadja Stefanoff (Sieglinde); Foto: Theater/Stephan Walzl

Fetzenflug

Wagner: Die Walküre Oldenburg | Staatstheater

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Eigentlich – das weiß jeder Wagnerianer – geht es im «Ring» mit der «Walküre» erst so richtig zur Sache, und so war man in Oldenburg denn auch gespannt, wie Regisseur Paul Esterhazy und sein Ausstatter Mathis Neidhardt die Versprechungen ihres im «Rheingold» als besonders originell erscheinenden Konzepts weiterentwickeln würden. Man erinnert sich: «Der Welt Erbe», das der Besitzer des Ringes mit ihm gewinnt, suchte man am «Vorabend» vergebens in mythologischen Fernen. Die «Welt», das war hier die eines abgeschiedenen Schweizer Bergdorfs mit seinen Hierarchien und Konflikten.

Im «Rheingold» ging das in einer Art Sex-and-Crime-Story überraschend schlüssig auf – und erweist sich in der «Walküre» als ebenso logischer Erzählansatz.

Wieder orientiert sich das Bühnenbild mit seinen ständig wechselnden Schauplätzen an filmischen Techniken. Wieder beleben Statisten die Szene und werden – wie etwa Erdas wiederholtes Erscheinen – sinnerhellend in das Geschehen eingegliedert. Und wieder ist Wotan in dieser kleinen, in sich geschlossenen Bergwelt der dominante Großgrundbesitzer, der alle Fäden in der Hand zu halten scheint. Und doch steht er ganz offensichtlich unter der Knute seiner ...

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Opernwelt November 2017
Rubrik: Panorama, Seite 54
von Gerhart Asche

Vergriffen
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