Und am Ende singt er doch

Eine Annäherung an die Komponistin Isabel Mundry

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Der Dialog findet sich bei Peter Handke, in dem Drama «Die Unvernünf­tigen sterben aus», 1973 geschrieben, unverständlicherweise nicht gerade häufig gespielt. Wunderbare Sprache, als Metapher über den Zustand der bürgerlich-kapitalis­tischer Gesellschaft nahezu un­übertroffen. Ein Gespräch zwischen dem zynischen Unternehmer Hermann Quitt und seiner Freundin Paula Tax, ebenfalls Besitzende, zugleich aber liebende Frau. Paula zu Quitt: Ich möchte dir etwas von mir erzählen, Quitt, nur so, ungefragt. Und merk dir, dass ich zum ersten Mal von mir erzähle.

Nachdem deine Frau hinausgegangen war, atmete ich langsam aus. Und mit dem Ausatmen ... bitte nicht lachen. – Quitt: Ich lache nicht. – Paula: Mit dem Ausatmen ... bitte nicht lachen. – Quitt: Gleich muss ich lachen. – Paula laut: Mit dem Ausatmen stellte sich die Liebe ein. – Quitt lacht. Paula geht.
Szenenwechsel. September 2005, Berlin, Deutsche Oper. Uraufführung des Musiktheaters «Ein Atemzug – die Odyssee» von Isabel Mundry, in den Jahren 2003/04 geschrieben, hier in Gänze aus der Taufe gehoben, nach unverständlichen Querelen im Vorfeld, sowie einer Teilaufführung des ­Orchesterstücks «Penelopes Atem» in Donaueschingen. Auch ...

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Opernwelt Jahrbuch 2006
Rubrik: Uraufführung des Jahres, Seite 40
von Jürgen Otten

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