Stileinheit

Rolando Villazón überrascht mit ­Monteverdi

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Ihre Antworten sind so unmissverständlich wie ihre Art, Musik zu machen: «Es gibt keine Spezialisten und Nicht-Spezialisten, es gibt nur Stimmen, die passen, und Stimmen, die nicht passen.» Damit sind alle weiteren Fragen, warum Emmanuelle Haïm sich vor Jahresfrist für Ian Bostridge als Orfeo und nun für Rollando Villazón als Testo im «Combattimento di Tancredi e Clorinda» entschieden hat, überflüssig.
Das Ergebnis gibt ihr Recht. Wer glaubt, dass sich Villazón in Monteverdis Klangwelten ausnimmt wie ein Pfau im Innenraum des Kölner Doms, irrt.

Villazón trumpft auf, aber er übertrumpft nicht. Er singt kraftvoll, leidenschaftlich, aber auch diskret und schonend, stets mit Raffinement und in durchdachter Kongruenz mit dem mal duftig, mal kernig aufspielenden Concert d’Astrée. Auch Befürchtungen, dass sich Villazón im vokalen Zusammenspiel mit Topi Lehtipuu und der klangzaubernden Patrizia Ciofi als einsamer, dynamisch kraftstrotzender Vorkämpfer im Schlachtgetümmel erweisen würde, erfüllen sich nicht. Den Hörer erwartet vielmehr eine gelungene Synthese aus jener tenoralen Schlankheit, die sich in der Alte-Musik-Bewegung Bahn gebrochen hat, und einer selbstbewussten, selbst bei ...

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Opernwelt Januar 2007
Rubrik: CDs, Seite 52
von Christoph Vratz

Vergriffen
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