Stählerne Eleganz

San Francisco: Janácek: Die Sache Makropulos

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Als David Gockley, der Generaldirektor der San Francisco Opera, bei Karita Mattila anfragte, ob sie die Emilia Marty in «Die Sache Makropulos» singen wolle, soll sie nur unter der Bedingung zugesagt haben, dass man Jirí Belohlávek als Dirigenten ans Haus hole. Mattila, so stellte sich heraus, lag gleich in zweifacher Hinsicht richtig: sowohl mit ihrer Entscheidung, die fulminante, höchst anspruchsvolle Partie zu übernehmen, als auch mit ihrem Beharren auf Belohlávek.

Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit erwies sich als uneingeschränkter Triumph – nicht nur für Mattila, die der Liste ihrer sängerischen und darstellerischen Erfolge eine weitere Rolle hinzufügte, sondern auch für die Kompanie, die sich in den zurückliegenden Spielzeiten recht schwer damit getan hatte, die Versprechen der neuen Leitung einzulösen.

Mit ihren Interpretationen der Titelheldinnen in «Jenufa» und «Katja Kabanova» hat sich Mattila bereits als eine der führenden Janácek-Interpretinnen einen Namen gemacht. Emilia Marty hingegen, jene energiegeladene Opernsängerin, die – Fluch oder Segen? – das Geheimnis ewiger Jugend besitzt, unterscheidet sich doch wesentlich von den unterdrückten, leidgeprüften Heroinen der ...

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Opernwelt Januar 2011
Rubrik: Panorama, Seite 45
von Joshua Kosman

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