Spielzeugtheater

Barry: Alice’s Adventures Under Ground
LONDON | ROYAL OPERA HOUSE

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Uraufgeführt wurde die fünfte Oper des irischen Komponisten Gerald Barry 2016 in Los Angeles konzertant; im selben Jahr kam sie ans Londoner Barbican Center. Das Royal Opera House präsentierte «Alice’s Adventures Under Ground» nun erstmals szenisch, mehrmals täglich und in wechselnder Besetzung, beginnend mit Matineen an Londoner Schulen: eine vorzügliche Idee für ein Werk, das auf einem der größten Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur basiert.

Barrys eigenes Libretto bedient sich sowohl bei «Alice in Wonderland» als auch bei «Alice Through the Looking-Glass» und benutzt hierfür Lewis Carrolls Originaltitel. Komponiert für ein relativ moderat besetztes Orchester, enthält das knapp einstündige Werk einige ungewöhnliche Klangfarben (zwei Windmaschinen beispielsweise), verzichtet aber auf einen Chor. Die wesentlichen Erzählstränge der literarischen Vorlagen erkennt man trotz der harschen Striche im Text sogleich wieder; schließlich ist der Stoff nicht allein durch die Bücher, sondern auch aufgrund zahlreicher anderer Bearbeitungen wohlvertraut. Zudem hat Barry viele der hinlänglich bekannten Passagen und Charaktere beibehalten.

Die Gesangssolisten mussten sich zum Teil extrem ...

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Opernwelt März 2020
Rubrik: Panorama, Seite 46
von George Hall

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