Spaß durch Freude im Barock

Händels «Partenope» und Almeidas «Il trionfo d’amore» als Neu- bzw. Ersteinspielung

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In der Kürze liegt die Würze, meint das Sprichwort. Die Engländer sagen’s ebenso prägnant, schließlich ist Shakespeare der Urheber der Wendung: «Brevity is the soul of wit», weiß Polonius in «Hamlet». Händel muss das Prinzip gekannt haben, als er seine Oper «Partenope» schrieb, die 1729 im King’s Theatre, Haymarket, uraufgeführt wurde: An Stelle von langwierigen, manchmal auch ermüdenden Da-Capo-Arien verwendet er flexiblere, knappere Formen.



Die mythische Partenope war eine der drei betörend singenden Sirenen, denen die Seefahrer wie hypnotisiert lauschten, worauf ihre Schiffe an den Klippen zerschellten. Nur Odysseus ließ sich an den Schiffsmast binden und verstopfte seiner Mannschaft die Ohren, so dass sein Schiff die Sirenen passieren und er dennoch deren Gesang genießen konnte. Partenope ertränkte sich daraufhin im Meer; an der Stelle, an der ihre Leiche angeblich an Land gespült wurde, entstand Neapel. Händel und sein Librettist Silvio Stampiglia entschieden sich freilich für eine freundlichere Handlung mit happy ending. Neben der Titelfigur erscheinen unter anderem eine zweite weibliche Protagonistin, Rosmira (die zunächst in Männerkleidern auftritt) und deren ungetreuer ...

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Opernwelt Februar 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 20
von Gerhard Persché

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57. Jahrgang, Nr 2
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