Schwarze Wasser
Hundert Jahre Unabhängigkeit Finnlands, 50-jähriges Jubiläum der Wiederbelebung des Festivals, 30 Jahre ausländische Gastspiele – bei Savonlinnan Oopperajuhlat 2017 gab es zureichende Gründe zu feiern.
Auch deshalb, weil Jorma Silvasti einerseits dem Prinzip treu geblieben ist, die Opernfestspiele dezidiert als Sprungbrett für den talentierten sängerischen Nachwuchs seines Landes zu nutzen; zum anderen, weil es dem Künstlerischen Leiter gelang, neben einem abwechslungsreichen Spielplan die Balance aus internationalen Gästen, jungen Solisten und renommierten finnischen Sängern zu halten. Das gefiel auch dem Publikum: 70 000 Besucher kamen in diesem Jahr nach Savolinna, darunter zehn Prozent aus dem Ausland. Sie sorgten dafür, dass 84 Prozent des Budgets von rund acht Millionen Euro aus Einnahmen erwirtschaftet werden konnten; der Rest ist durch Subventionen abgedeckt.
Die programmatische Vielfalt dieses Sommers konnte sich sehen lassen. Mozarts «Entführung», eine Neuproduktion, und Verdis «Rigoletto» als späte Übernahme aus Covent Garden flankierten die mit Spannung erwartete (halbszenische) Uraufführung von Aulis Sallinens Oratorium «Linna vedessä» (Die Burg im Wasser) sowie die ...
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Opernwelt September/Oktober 2017
Rubrik: Panorama, Seite 71
von Elke Albrecht
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