Foto: SNFCC/Nikos Karanikolas

Schöne Aussichten

Die Griechische Nationaloper ist aus dem Zentrum Athens ans Meer gezogen – und spielt im neuen Haus erstmals Strauss’ «Elektra»

Opernwelt - Logo

Kallithea heißt der Stadtteil, in dem Athens neues Opernhaus steht. Kallithea, das bedeutet: Schönblick, oder, wie Renzo Piano gern in seiner Muttersprache sagt, Belvedere. Schön ist der Blick tatsächlich vom Dach des gewaltigen Komplexes, in dem der italienische Star­architekt das neue Gebäude für die Griechische Nationaloper,  die Nationalbibliothek und einen riesigen öffentlichen Park vereint hat.

Zur einen Seite geht er direkt aufs angrenzende Meer, wo bislang die Autobahn als eine der landestypischen Bausünden die Sicht versperrte, zur anderen zum Parthenon hoch über der sechs Kilometer entfernt gelegenen Athener Altstadt. Möglich gemacht hat das die Stavros-Niarchos-Stiftung, die zusammen mit der Alexander-Onassis-Stiftung der wichtigste Geldgeber für soziale und kulturelle Projekte im insolventen Griechenland der Gegenwart ist. Nachdem Letztere schon seit 2010 den eigenen Namen mit dem Onassis Cultural Center in der Athener Innenstadt verewigt, zieht nun die Konkurrenz mit dem repräsentativen SNFCC (Stavros Niarchos Foundation Cultural Center) mindestens gleich.

Schöne Aussichten und ganz neue Perspektiven verspricht sich von dem Bau vor allem auch die Griechische ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Michael Stallknecht

Weitere Beiträge
Waldphilosophie

Natur, Heimat, Seele – vermintes Motivterrain, vor allem auch im Theater, das, was idealtypische politisch-kulturelle correctness betrifft, gerne ganz vorne an steht. Das macht die aktuellen «Freischütz»-Aufführungen auch so interessant und überraschend: Man kann sich im Voraus kaum so recht ausmalen, was sich die szenografischen Interpreten wieder ausgedacht...

Zwischen Aufbruch und Routine

Als Josef E. Köpplinger vor fünf Jahren Intendant des Münchner Gärtnerplatztheaters wurde, hatte gerade die Generalsanierung des Stammhauses begonnen. Aus dem Ausnahmezustand, mit einem Rumpfensemble durch Ausweichspielstätten wandern zu müssen, hat Köpplinger zweifellos das Beste gemacht. Die insgesamt 27 (!) verschiedenen Spielorte lockten neues Publikum,...

Personalien | Meldungen Dezember 2017

JUBILARE

Jiří Kout wurde 1937 in Novedvory bei Prag geboren. Er studierte am dortigen Konservatorium Orgel und Orchesterleitung, gewann die Internationalen Dirigentenwettbewerbe von Besançon (1965) und Brüssel (1969). Danach war er zunächst an der Pilsener Oper tätig, ehe er 1969 als Kapellmeister ans Nationaltheater nach Prag ging. Mit dem Orchester unternahm er...