Scherzo im Container

Wagner: Siegfried in Freiburg

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Auf ein Neues! Der Freiburger «Ring» ist auf seiner dritten Station bereits bei seinem dritten Dirigenten angekommen. Fabrice Bollon, seit dieser Saison GMD, wird das Unternehmen auch 2010 zum Zyklus bündeln. Wie er und das propere Philharmonische Orchester Freiburg nun den «Siegfried» ausbreiteten, das ist schlicht bravourös.

Diese Wagner-Deutung mag anfangs zum überkorrekten Nachbuchstabieren neigen – sie hat gleichwohl beträchtliches Format, stellt vor allem die nach zwölfjähriger Kompositionspause gereiften Mittel aus und platziert im dritten Akt ein paar überwältigend ausholende emotionale Höhepunkte. Insgesamt dominiert indes der gerade in den Holzbläsern minuziös ausgetüftelte und nicht selten brillant zugeschliffene Scherzo-Charakter des Werks. Ähnlich wie schon im «Freischütz»: ein deutlich konturierter, merklich aufgehellter, vielleicht tatsächlich «französischer» Klang mit denkbar sensibler Feinzeichnung – so bei Mimes Bericht von Siegfrieds Geburt.
Hier, in den nachdenklichen tenoralen Lyrismen, hat auch Gunnar Gudbjörnssons Titelheld schöne, innige Momente. Ansonsten ist dieser massige Shorts-Teenie der vokale Problemfall der Aufführung. Gerade weil er an Berghaus’ und ...

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Opernwelt August 2009
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Heinz W. Koch

Vergriffen
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