Schaubühne mit Hintersinn

Alexander Dick über einen Commedia-«Falstaff» und die Opernpläne des Festspielhauses Baden-Baden

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Mehr Musiktheater gibt’s auch an manch großem Opernhaus nicht. Zumindest, was das Angebot von (Ko-)Produktionen oder komplett eingekauften Abenden betrifft. Acht sind es derer an der Zahl, mit denen das Festspielhaus Baden-Baden in der Spielzeit 2007/08 aufwartet: sieben Opern (da­runter dreimal Wagner und eine konzertante «Sonnambula» mit Cecilia Bartoli und Thomas Hengelbrock), eine Operette – die drei Ballett- und Tanztheaterserien nicht mit eingerechnet.

Kritiker behaupten, dass Festspielhaus-Intendant Andreas Mölich-Zebhauser mit Regisseuren wie Nikolaus Lehnhoff oder Philippe Arlaud vor allem den Inszenierungsgeschmack eines Pub­likums bediene, das sich inhaltlichen und ästhetischen Auseinandersetzungen verweigere. Doch auch das stimmt, wenn überhaupt, nur bedingt.
Die «Madama Butterfly» der diesjäh­rigen Winterfestspiele etwa mit dem Ensemble des St. Petersburger Mariinsky-Theaters verblüffte nicht nur in musikalischer Hinsicht (mit einem blendend aufgelegten Orchester unter Valery Gergiev): Da hatte der polnische Film- und Theaterregisseur Mariusz Trelinski mit einer Bild- und Bewegungssprache, die das Theater eines Robert Wilson konsequent fortentwickelt, signalisiert, dass ...

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Opernwelt Juli 2007
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Alexander Dick

Vergriffen
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