Rustikaler Charme
Die am hellsten leuchtenden Sterne, die beim Young Conductors Award der Salzburger Festspiele aufgegangen sind, waren bisher Mirga Gražinytė-Tyla und Lorenzo Viotti. Aber auch die anderen Sieger des seit 2010 mit Unterstützung eines Nahrungsmittelkonzerns durchgeführten Concours, von David Afkham bis Kerem Hasan, können schöne Erfolge vorweisen. Insofern war man von den Leistungen, die in der Endrunde des diesjährigen Wettbewerbs geboten wurden, dann doch ein wenig enttäuscht.
Zu diesem Anlass müssen die Finalistinnen und Finalisten nach mehreren Auswahlstufen vor einer – altgedienten – Jury unter Vorsitz von Dennis Russell Davies im 70-Minuten-Kurzprogramm zur Kür. Gefordert sind je zwei Werke des klassisch-romantischen Repertoires, eine Mozart-Konzertarie und ein zeitgenössisches Stück. Dafür steht als Orchester die so versatile wie flexible Camerata Salzburg zur Verfügung, die das umfangreiche Pensum einmal mehr mit höchster Professionalität und Perfektion bewältigte.
Diesmal hatte man es aber weniger mit herausragend individuellen, eher mit handwerklich versierten Leitungskräften zu tun. Den rundesten Eindruck hinterließ der Moskauer Sergey Akimov, der auch ein gut gebautes ...
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Opernwelt September/Oktober 2018
Rubrik: Im Focus, Seite 10
von Karl Harb
alpha
02.09. – 20.15 Uhr
Wagner: Tristan und Isolde, 3. Aufzug
Aus dem Herkuslessaal der Münchner Residenz
Aufzeichnung der konzertanten Aufführung (1981) mit Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Leonard Bernstein.
arte
02.09. – 17.40 Uhr
Seiji Ozawa dirigiert Beethovens 7. Symphonie
Aufzeichnung des Konzerts im Rahmen des 1992...
Es ist schon merkwürdig, dass die größten Wachstumsraten im Bereich der britischen Opernszene auf dem Lande zu verzeichnen sind. Jeden Sommer scheinen abseits der Städte neue Festivals aus dem Boden zu schießen und sich die bereits bestehenden zu vergrößern – ob sie nun alljährlich die Spielzeit verlängern oder das Programm immer ambitionierter aufziehen.
Jüngste...
Der 19. August 1945 war für Leo Borchard ein besonderes Datum. Und das lag nicht nur daran, dass er an diesem Tag im Titania-Palast an der Spitze «seiner» Berliner Philharmoniker stand, sondern, weit mehr noch, am Programm des Konzertabends. Vor der Pause dirigierte Borchard Beethovens Erste und Strauss’ «Don Juan», im zweiten Teil lag die Partitur eines seiner...
