Auf Augenhöhe
Sie stehen für eine unorthodoxe, sinnesprall-sinnstiftende Werktreue, die sich nicht unbedingt auf den ersten Blick erschließt, aber immer lange nachklingt: der Regisseur Stefan Herheim und der Dramaturg Alexander Meier-Dörzenbach.
Was befeuert die Teamarbeit des Duos, das zuletzt Debussys «Pelléas et Mélisande» in Glyndebourne, Rossinis «Cenerentola» in Lyon, Bergs «Wozzeck» in Düsseldorf und Tschaikowskys «Pique Dame» in Amsterdam auf die Bühne brachte? Ein Werkstattgespräch
Herr Herheim, Herr Meier-Dörzenbach, seit vielen Jahren arbeiten Sie eng zusammen. Ein Theatermensch, der beinahe Sänger geworden wäre und vom Puppenspiel kommt, und ein musikbegeisterter Philologe und Kunsthistoriker mit einer Schwäche für Kulturgeschichte. Wie haben Sie sich eigentlich gefunden?
Herheim: Das war Zufall. Wir sind uns in einem Hamburger Studentenwohnheim begegnet – und hatten sofort einen Draht.
Meier-Dörzenbach: Wir sind, was unseren akademischen Hintergrund betrifft, wirklich denkbar verschieden. Aber vom ersten Moment an hat uns die Leidenschaft für die Oper verbunden. Und der Wunsch, dieser Leidenschaft für das Musiktheater möglichst breit gefächert auf den Grund zu gehen. Wir merkten ...
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Opernwelt September/Oktober 2018
Rubrik: Interview, Seite 46
von Albrecht Thiemann
Betonquadergleich trotzt das Gebilde der Stadtsilhouette. Als Lichtspielhaus lässt es sich längst nicht mehr bezeichnen, eher als Kintopp-Supermarkt, als Abspielanlage für Blockbuster. Umso attraktiver für immer mehr Cineasten die kleinen, feinen Kinos. So eines wie das Neue Rex, westlich des Münchner Stadtzentrums gelegen und nun auf die Bühne des...
59. Jahrgang, Nr 9/10
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Plácido Domingo ist ein gläubiger Mensch, vor jedem Auftritt betet er zur Heiligen Cäcilia, Schutzpatronin der Musik. Bisher hat sich das gut bewährt, und so war es auch an jenem Tag Ende Juli, an dem Domingo – zuletzt 2000 als Siegmund zu Gast in Bayreuth – erneut bei den Wagner-Festspielen debütiert, diesmal als Dirigent der «Walküre».
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