Reizharmonie

Bei der Freiburger Young Opera Company gibt’s zum Zwanzigsten Glanerts «Drei Rätsel» – und einen neuen Namen

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Mit Holsts «Savitri» begann es, und Holst-Sinfonietta hieß fortan auch das Orchester. Waltons «Bär» folgte, Korngolds «Stumme Serenade», Brittens «Rape of Lucretia» und «Noye’s Fludde», aber immer auch Zeitgenössisches: Rihms «Jakob Lenz», Anno Schreiers «Kein Ort. Nirgends» oder Claude Viviers «Kopernikus». Eines springt allemal ins Auge: Was die Freiburger Young Opera Company (YOC) in ihren bis dato 20 Jahren auf die Bühne brachte, war stets das Besondere, die Rarität abseits vom Mainstream.

Jüngst, zum kleinen Jubiläum, war’s nicht ­anders.

Mehr als 70 Leute kamen für «Die drei Rätsel» hinter, vor und auf der Bühne zusammen: Detlev Glanerts Oper «für Kinder und Erwachsene» vom rotzig-kessen kleinen Lasso und der mutig eroberten Prinzessin Scharada bedeutete vom Aufwand her einen Rekord. Gut drei Dutzend Jungmusiker leisteten im E-Werk exzellente Arbeit. Gesteuert wurden sie so punktgenau wie abgestuft vom findig-klugen YOC-Prinzipal Klaus Simon (46). Zur Geltung kam, was Glanert ausmacht: Das sind die vorherrschende Melodie und die kleinen Widerhaken darin, die Reizharmonien und der pulsierende Rhythmus, die Mischung aus post-Offenbach’scher Pikanterie und post-Weill’scher ...

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Opernwelt Dezember 2014
Rubrik: Magazin, Seite 77
von Heinz W. Koch

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