Raummusik

Schönbergs «Moses und Aron» aus Wien und Zimmermanns «Soldaten» von der RuhrTriennale auf DVD

Opernwelt - Logo

Kürzlich wurde gemeldet, Londons Royal Opera House Covent Garden habe das DVD-Label Opus Arte gekauft. Von einem einstelligen Millionenbetrag in Pfund war die Rede. Zwar kann man sich vom Festival in Glyndebourne schon seit Jahren die Produktionen auf Video oder DVD mit nach Hause nehmen. Trotzdem ist es das erste Mal, dass ein Repertoirehaus derart in die Offensive medialer Selbstvermarktung geht.

Was bei mehr und mehr großen Orchestern längst üblich ist, dass jedes Konzert auf CD oder zum Downloaden am PC verfügbar gemacht wird (und zwar oft sofort nach dem Applaus), das scheint sich in der Oper via DVD anzubahnen, auch wenn die Herstellungswege dabei naturgemäß komplizierter sind. Vorbei sein könnten also bald die Zeiten, in denen solche Dokumentationen von Lust, Laune und Geldsegen koproduzierender Fernsehchefs (oder Majorlabels) abhingen. Vorbei wären dann auch die Zeiten nicht wieder gut zu machender Unterlassungssünden: Weder Peter Konwitschnys Hamburger «Lohengrin» noch die Stuttgarter «Norma» von Jossi Wieler und Sergio Morabito, zweifellos zentrale Produktionen der letzten zehn Jahre, sind aufgenommen worden. Und vorbei wären dann schließlich auch die Zeiten künstlerisch ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juli 2007
Rubrik: DVDs, Seite 58
von Stephan Mösch

Vergriffen
Weitere Beiträge
Schuld und Sühne

Simon Boccanegra» gehört zu Verdis Schmerzenskindern. Die Uraufführung in Venedig 1857 war, in des Komponis­ten eigenen Worten, ein «Fiasko», und die Zweitfassung wurde 1881 in Mailand kaum besser aufgenommen. Die Zeitgenossen stießen sich an der wirren Handlung und am pessimistischen Ton der Musik.
Was Verdi an der Textvorlage des spanischen Dramatikers García...

Endspiel in Schwarzweiß

Der letzte Dortmunder «Ring» wurde 1994 vollendet. Stand mit dem geringen Abstand von einem Jahrzehnt eine neue Interpretation wirklich dringend an, zumal es in jüngerer Zeit und in leidlich erreichbarer Nähe alternative Produktionen zu besichtigen gab (Münster, Köln)? Die Dortmunder Initiative dürfte in erster Linie dem Ehrgeiz der Regie führenden Opernchefin...

Neapel an der Salzach

In den letzten Jahren waren die Salzburger Pfingstfestpiele eher gediegen: Konzeptionell reichlich verwaschen, boten sie mittleren bis guten Ensembles eine Durchgangsstation fürs jeweils aktuelle Programm.
Der neue Salzburger Intendant Jürgen Flimm und sein Konzertchef Markus Hinterhäuser wollen dies nun ändern  und zogen den italienischen Stardirigenten Riccardo...