Himmel und Hölle

Die «Florentiner Intermedien» in Saarbrücken

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Tornerà d’auro il secolo?» – Wird das Goldene Zeitalter wiederkehren?, fragt der Chor im jubeltrunkenen Finalstück jener legendären sechs «Florentiner Intermedien», die 1589 für eine pompöse Aufführung der Komödie «La pellegrina» am Hof der Medici entstanden. Vor 418 Jahren war das natürlich nur eine rhetorische Frage: Dass die Vermählung des Großherzogs Ferdinando mit Christine von Lothringen, raison d’être der Komposition, Florenz zu neuer Blüte verhelfen würde, verstand sich für die Festgäs­te, die das Ereignis im Theater der Uffizien feierten, von selbst.

Die allegorischen Texte und die Musik dieser Zwischenaktstücke hatten nur einen Zweck: dem hohen Paar mit Götterfunken zu huldigen. Ob Parzen und Sirenen die Macht der Liebe besingen, ob Apollo die «grausame Bestie» («mostro crudel») Python unschädlich macht oder Jupiter die Sterblichen auf Erden zu Froh­sinn und Heiterkeit aufruft – stets geht es um das segensreiche Wirken des Medici-Herrschers. Mythensattes Reprä­senta­tionstheater.
Mit einer bloßen Rekonstruktion der historischen Hochzeitsparty wollte man sich am Saarländischen Staatstheater allerdings nicht zufrieden geben, als man das Wagnis einging, die «Florentiner ...

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Opernwelt Juli 2007
Rubrik: Im Focus, Seite 22
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
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