Personalien | Meldungen September/Oktober 2018
JUBILARE
Die österreichische Mezzosopranistin Erika Wien studierte an der Wiener Musikhochschule bei Hans Duhan, Josef Witt, Wolfgang Steinbrück und Erik Werba. 1952 debütierte sie an der Wiener Volksoper, wechselte ein Jahr später ans Bremer Theater (1953-59) und anschließend an die Deutsche Oper am Rhein (1959-64). Von 1964-80 wurde das Opernhaus Zürich zu ihrem künstlerischen Lebensmittelpunkt: Hier wirkte sie u. a.
an den Uraufführungen von Heinrich Sutermeisters «Madame Bovary» (1967) und Rudolf Kelterborns «Ein Engel kommt nach Babylon» (1977) mit und trat in Schweizer Erstaufführungen auf, darunter in Prokofjews «Liebe zu den drei Orangen», Hans Werner Henzes «Il Re Cervo», Křeneks «Karl V.» und Alberto Ginasteras «Bomarzo». Zahlreiche Gastspiele führten die Sängerin rund um die Welt – an die Opernhäuser und zu den Festivals in Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Florenz, Brüssel, Paris und Buenos Aires. Ihr Repertoire reichte von der Titelrolle in «Carmen», Marzelline in «Le nozze di Figaro», Maddalena in «Rigoletto» und der Eboli in «Don Carlo», Ortrud in «Lohengrin», Erda und Fricka im «Ring des Nibelungen» bis zur Klytämnestra in «Elektra» und Marie in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt September/Oktober 2018
Rubrik: Service, Seite 68
von Andrea Kaiser
Betonquadergleich trotzt das Gebilde der Stadtsilhouette. Als Lichtspielhaus lässt es sich längst nicht mehr bezeichnen, eher als Kintopp-Supermarkt, als Abspielanlage für Blockbuster. Umso attraktiver für immer mehr Cineasten die kleinen, feinen Kinos. So eines wie das Neue Rex, westlich des Münchner Stadtzentrums gelegen und nun auf die Bühne des...
Der sogenannte Dekabristenaufstand im Jahr 1825 ist noch heute ein wichtiges Symbol russischer Freiheitsliebe. Gleichwohl wurde die tragische Geschichte bisher nur einmal vertont: Juri Schaporins Oper «Die Dekabristen» erlebte, von systemtreuen Historikern strengstens «überwacht», 1953 ihre Premiere – als Hurra-Parade über die verhängnisvoll-folgenreichen...
Sie steht ganz oben auf der Karten-Fahndungsliste der Bayreuth-Pilger: Barrie Koskys Inszenierung der «Meistersinger von Nürnberg» avanciert schon in ihrem zweiten Jahr zum Publikumsfavoriten; nach Stefan Herheims legendärem «Parsifal» bildet sie das zweite solitäre Regieereignis der Richard-Wagner-Festspiele im 21. Jahrhundert. Weil das schon im vergangenen...
