Personalien | Meldungen Juni 2018
JUBILARE
Gwynne Howell stammt aus Wales. Seine Gesangsausbildung absolvierte er am Royal Northern College of Music. Nach seinem Debüt 1968 an der Sadler’s Wells Opera wechselte er 1970 ans Londoner Royal Opera House, wo er nahezu alle großen Basspartien sang und vor allem als Verdi- und Wagnerinterpret gefeiert wurde. Howell war regelmäßiger Gast an der English National Opera (ENO) und der Welsh National Opera, wo er u. a. an der Uraufführung von Peter Maxwell-Davies’ «The Doctor of Myddfai» mitwirkte.
Zu seinen bemerkenswertesten Rollenporträts zählen Hans Sachs in den «Meistersingern», Gurnemanz in «Parsifal», Sparafucile in «Rigoletto», «Banquo» in Macbeth. Für seinen König Philipp II. in Verdis «Don Carlos» (1992, ENO) feierte ihn die Kritik: «... he brought the whole performance to life and raised it to a higher plane of artistry.» Gastspiele führten ihn in die bedeutenden Musikmetropolen Europas und der USA. In Glyndebourne war er in «Pelléas et Mélisande», «Manon Lescaut», «Don Giovanni», «Le nozze di Figaro» und «Otello» zu erleben. Howell arbeitete mit führenden Dirigenten wie Claudio Abbado, Colin Davis, Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Leonard Bernstein, Bernard ...
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Opernwelt Juni 2018
Rubrik: Service, Seite 56
von Andrea Kaiser
In der einen Hand halte sie die Giftphiole, in der anderen den Dolch. Viel mehr, so bedauerte Ferdinand Gregorovius im vorvergangenen Jahrhundert, habe die Historie über Lucrezia Borgia leider nicht zu sagen. Späte Amtshilfe bekam der deutsche Antikenkenner vom Musiktheater, wo ein Donizetti seine Antiheldin in irritierend mitleiderregende Klänge kleidete.
Man...
«Opera Ireland ist eingegangen,» schrieb Michael Dervan 2010 in seinem Abgesang in der «Irish Times», als die gebeutelte Kompanie nach 69 Jahren endgültig einbrach – um gleich eine pikante Frage anzufügen: «Und was ist mit der neuen Irish National Opera, die Kunstminister Martin Cullen auf den Plan gerufen hat [...]? Tja. Tun wir das Undenkbare im aktuellen Klima:...
Frau Crebassa, Mozarts Sesto ist in letzter Zeit zu einer Ihrer wichtigsten Rollen geworden. Sie haben die Partie 2017 in der Salzburger Neuproduktion von «La clemenza di Tito» unter Teodor Currentzis gesungen, wenige Monate später in einer von Dan Ettinger geleiteten Wiederaufnahme der Willy Decker-Produktion im Pariser Palais Garnier. Waren das, musikalisch...
