Personalien, Meldungen April 2022
PERSONALIEN, MELDUNGEN
JUBILARE
Matti Lehtinen absolvierte seine Ausbildung an der Sibelius-Akademie in Helsinki und an der Opernschule der Kungliga Operan in Stockholm. 1949 debütierte er als Papageno in Mozarts «Zauberflöte» an der Finnischen Nationaloper und wurde Ensemblemitglied. Im Jahr darauf gewann der Bariton den Internationalen Concours de Genève. 1952–55 führte ihn ein festes Engagement an die Kölner Oper.
Anschließend war er auch als Oratorien- und Liedinterpret ein gefragter Gast in zahlreichen Konzertsälen, blieb aber dem Musiktheater stets verbunden und feierte in seiner finnischen Heimat u. a. große Erfolge bei den Festspielen von Savonlinna. Lehtinen trat immer wieder leidenschaftlich für die zeitgenössische Musik ein: Am Theater Basel wirkte er 1958 in der Titelrolle der Uraufführung von Casimir von Pászthorys «Tilman Riemenschneider» mit, 1975 in Helsinki, als «Die letzten Versuchungen» von Joonas Kokkonen aus der Taufe gehoben wurden. Weitere wichtige Rollenporträts gelangen ihm als Wolfram in Wagners «Tannhäuser», John Sorel in Menottis «The Consul», als Mann in Schönbergs «Die glückliche Hand», Don Alfonso in «Così fan tutte», Escamillo in «Carmen», Leporello ...
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Opernwelt April 2022
Rubrik: Service, Seite 64
von
Luis de Pablo – im Januar 1930 in Bilbao geboren, am 10. Oktober 2021 in Madrid gestorben – konnte die Uraufführung seiner letzten Oper nicht mehr miterleben. Das Libretto von de Pablos Musiktheater «El Abrecartas» (»Der Brieföffner«), das heuer am Teatro Madrid aus der Taufe gehoben wurde, fußt auf einem Buch von Vicente Molina Foix aus dem Jahr 2006. Doch in der...
Gleich vorweg: Der Mann taucht nicht auf. Weder allein noch vervielfältigt noch in der Begegnung mit seiner Schöpfung und seinen Figuren. So, wie es bei Stefan Herheim eigentlich Sitte ist, man denke nur an Tschaikowsky und «Pique Dame» oder Offenbach und «Hoffmanns Erzählungen». Auch die Überblendung von Stück, Aufführungsort, Werkhistorie und biografischem...
Performative Energien
Ein Multitalent? Es ist anzunehmen. Sirje Aleksandra Viise, die in den USA und in Berlin studierte und sich danach auf die zeitgenössische Musik und Kunst stürzte, ist nicht nur eine Expertin für besondere Klangwelten, sie liebt auch das Experimentelle an sich. Ihre Abende sind mehr als nur reine Aufführungen, sie sind vor allem eindrucksvolle...
