Personalien, Meldungen 5/25
JUBILARE
In eine bestimmte Schublade lässt sich Enjott Schneider (eigentlich Norbert Jürgen Schneider), der am 25. Mai seinen 75. Geburtstag feiert, kaum einordnen. Eher erscheint er als Universalist, der sich um etwaige Grenzen zwischen E- und U-Musik nicht schert, der sich nicht aufhält mit einer Unterscheidung von Kunst- und Gebrauchsmusik, der zahlreiche Film- und Fernsehmusiken komponiert hat («Schlafes Bruder», «Tatort» oder «Hessen von oben»), aber auch Symphonien und Stücke für die Bühne.
Die reichen von «nullvier – keiner kommt an Gott vorbei», einem Musical zum 100. Geburtstag von Schalke 04 bis hin zu den Opern «Fürst Pückler» oder «Bahnwärter Thiel» nach Gerhart Hauptmanns Novelle (uraufgeführt jeweils in Görlitz). Als Kirchenmusiker (und -komponist) trat der in Weil am Rhein geborene Schneider ebenso hervor wie als Publizist. Bei Hans Heinrich Eggebrecht in Freiburg hatte er einst in Musikwissenschaft promoviert. Schneider war in der Hochschullehre tätig, aber auch als Präsident des Deutschen Komponistenverbandes und als Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA. Zum Geburtstag wünschen wir alles Gute.
80 Jahre alt wird der Tenor Thomas Moser, der in Richmond, Virginia, zur ...
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Opernwelt Mai 2025
Rubrik: Service, Seite 68
von
Eine universal freche Revue, ein Musiktheater als Rätsel-Entertainment, hatte das Berliner Festival MaerzMusik, hoch ambitioniert, zur Eröffnung versprochen. «Melencolia», die gute alte Schwermut, werde als «Show gegen die Gleichgültigkeit des Universums» auf den Brettern im Haus der Berliner Festspiele aufschlagen – nachdem sie 2022 bei den Bregenzer Festspielen...
Der Teufel mag es ungebärdig und ein wenig billig. Das ist seine Welt, da kennt er sich aus. Er mag den Zinnober, zündet Flämmchen an und hetzt die Masse auf, in der Hölle nur noch das Wort «Hass» zu skandieren. Ein schlimmes Wort, das hier noch gefährlicher zischt als sonst schon. Ein Tierlaut – sieht man davon ab, dass Tiere nicht hassen. In einer der schönsten...
Wer schön sein will, sagt der Volksmund, muss leiden. Und wer wüsste das besser als Clorinda und Tisbe, die beiden «rechtmäßigen» Töchter Don Magnificos. Die Ouvertüre zu Rossinis Dramma giocoso zeigt sie bei morgendlichen Gymnastik-Übungen; angeleitet werden die beiden schläfrigen Damen von einem Tanzquartett, das in knappen weißen Trikots überaus gelenkig und mit...
