Personalien, Meldungen 5/25

Opernwelt - Logo

JUBILARE

In eine bestimmte Schublade lässt sich Enjott Schneider (eigentlich Norbert Jürgen Schneider), der am 25. Mai seinen 75. Geburtstag feiert, kaum einordnen. Eher erscheint er als Universalist, der sich um etwaige Grenzen zwischen E- und U-Musik nicht schert, der sich nicht aufhält mit einer Unterscheidung von Kunst- und Gebrauchsmusik, der zahlreiche Film- und Fernsehmusiken komponiert hat («Schlafes Bruder», «Tatort» oder «Hessen von oben»), aber auch Symphonien und Stücke für die Bühne.

Die reichen von «nullvier – keiner kommt an Gott vorbei», einem Musical zum 100. Geburtstag von Schalke 04 bis hin zu den Opern «Fürst Pückler» oder «Bahnwärter Thiel» nach Gerhart Hauptmanns Novelle (uraufgeführt jeweils in Görlitz). Als Kirchenmusiker (und -komponist) trat der in Weil am Rhein geborene Schneider ebenso hervor wie als Publizist. Bei Hans Heinrich Eggebrecht in Freiburg hatte er einst in Musikwissenschaft promoviert. Schneider war in der Hochschullehre tätig, aber auch als Präsident des Deutschen Komponistenverbandes und als Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA. Zum Geburtstag wünschen wir alles Gute.

80 Jahre alt wird der Tenor Thomas Moser, der in Richmond, Virginia, zur ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Mai 2025
Rubrik: Service, Seite 68
von

Weitere Beiträge
Unendlicher Reichtum

Jean-Baptiste Lullys 1674 in Paris uraufgeführte «Alceste» nimmt in der Geschichte der französischen Oper eine Schlüsselstellung ein. Es war die erste in der von Lully und seinem Librettisten Philippe Quinault erfundenen neuen Gattung der «in Musik gesetzten Tragödie», die mit dem antiken Vorbild in Konkurrenz trat. Von der «Alkestis» des Euripides ist freilich...

Menschenwerk und Gottes Beitrag

Das Schicksal des Menschen ist, so scheint es zumindest, elastisch. Es kann prokastiniert, gedehnt und verzögert werden, nicht jedoch ins Unendliche. Unweigerlich kommt irgendwann der Moment, in dem das Gummi des Lebens reißt und der Tod durch die Tür tritt, unheimlich, still und nur selten leise. Dem (Musik-)Philosophen Vladimir Jankélévitch verdanken wir die...

Furcht, Zittern und Zucken

Es gehört zum Wesen von Mieczysław Weinbergs Oper «Die Passagierin», dass sie eine Zumutung ist für die Routine des Opernbetriebs. Wer das Stück anschaut, wird sich fragen müssen, ob er einen Satz wie «Du darfst nicht denken, dass ich beteiligt war am Massenmord» oder auch nur das Wort «Auschwitz» in klassischem, also einer traditionellen Ästhetik verpflichtetem...