No Kings anymore!
Womit verdient das Unternehmen «Windsor» sein Geld? Man erfährt es nicht. Wahrscheinlich ist es auch völlig egal. Sicher ist jedenfalls, dass erhebliche Summen bewegt werden: Der CEO – es ist Falstaff – residiert in einem prächtigen Büro, irgendwo droben in einem Wolkenkratzer. Vor den Fenstern grüßt die Skyline New Yorks, Vögelchen fliegen vorüber, auch mal ein Flugzeug.
Einige Stockwerke tiefer, da sind die Autos auf den Avenues schon näher, befindet sich das «Finance Departement» mit den Führungskräften Alice Ford, Meg Page und Mrs Quickly, die bei ihrem Chef schon lange nicht mehr vor Ehrfurcht in Ohnmacht fallen, sondern selbst- und karrierebewusste Gegenspielerinnen sind. Mal eben so aus der Chefetage plump angebaggert werden? Nicht mit uns.
Die Rache ist süß und ereignet sich beim gemeinsamen Freizeitprogramm: ein Konzertbesuch offenbar, bei dem – man kennt das aus den Medien – die Kiss Cam lauert. So wird CEO Falstaff zum Gespött der Allgemeinheit. Noch die Putzfrau, die tags darauf (beziehungsweise zu Beginn des dritten Akts) die Chefetage säubert, darf über ihren Arbeitgeber lachen, der kurz darauf (das Handy, auf dem sie die Nachricht gelesen hatte, verschwindet schnell ...
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Opernwelt August 2026
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Clemens Haustein
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Über die Türken herrschten in Wien anno 1800 glücklicherweise nur Vorurteile. Es war der edle Prinz Eugen, der Österreich die Urteile erspart hatte. Um zu erfahren, was eine orientalische Despotie tatsächlich bedeutete, schlägt man heute am besten Romane von Géza Gárdonyi und Mór Jókai auf oder – besondere Nervenstärke vorausgesetzt – von Ivo Andrić.
In Ungarn und...
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