Naturbegabung und Kunstverstand
Als Octavian, als Cherubino, als Komponist in «Ariadne» war sie nahezu unschlagbar, auch in ihren Sopranpartien hatte sie wenig Konkurrenz zu fürchten: Sena Jurinac, eine der großen Sängerpersönlichkeiten der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Privat allerdings hat sie, trotz ihrer Welterfolge, nie viel Wesens um sich gemacht. Einfach, bescheiden und natürlich, fern allen Primadonnengehabes, trat sie in der Öffentlichkeit auf.
Etwa beim Künstlertreffen der Gottlob-Frick-Gesellschaft in Ölbronn-Dürrn, das sie, eine freundliche alte Dame mit gepflegtem weißen Haar, mit ihrem Mann, dem Augsburger Chirurgen Josef Lederle, jahrelang besuchte. Ein stilles, in sich ruhendes Paar, er rührend um sie besorgt, sie sich willig seiner Führung anvertrauend. Jetzt ist Sena Jurinac nach schwerer Krankheit im einige Wochen zuvor erreichten Alter von 90 Jahren in ihrem Haus in Augsburg gestorben.
Als blutjunge Sängerin war sie, nach einer kurzen Anfängerzeit am Nationaltheater Zagreb (1942-1944), durch ein Vorsingen bei Karl Böhm an die Wiener Staatsoper gekommen – ein Haus, dem sie ein Leben lang verbunden blieb und an dem sie – wie die dortige Dramaturgie errechnete – in 1268 Aufführungen ...
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Opernwelt Januar 2012
Rubrik: Erinnerung, Seite 65
von Gerhart Asche
ARTE
1.1. – 7.00 Uhr
Silvesterkonzert 2007 aus Caracas.
Sinfónica de la Juventud Venezolana Simón Bolívar, Venezuelan Brass Ensemble, Alexis Cárdenas und Ensemble, Gustavo Dudamel.
1.1. – 9.45 Uhr
Opening Gala der Los Angeles Philharmonic.
Musikalische Leitung: Gustavo Dudamel. Solist: Herbie Hancock.
1.1. – 12.10 Uhr/18.25 Uhr
Das Neujahrskonzert 2012.
Live aus dem Teatro...
Tapsig sucht Hermann, ein Bär von einem Mann, sich dem Ballett mit ein paar Tanzschritten anzubiedern. Klar, dass das schiefgeht und der Sonderling von der hasenohrigen Petersburger Gesellschaft mit beißendem Spott übergossen wird. Da dreht er durch: «Ihr seid wohl verrückt geworden, mit eurem ganzen Scheißgeld so eine bescheuerte Musik zu machen: ‹Die standhafte...
Er ist sich treu geblieben. Hat das gemacht, was er immer macht und so gut kann wie kaum ein anderer. Andreas Dresen hat genau hingeschaut, sich Zeit genommen für «seine» Figuren, ihnen zugehört, mit ihnen gelacht, gelitten und gestritten, bis sie ihm ganz nahe waren. Wie gute Bekannte aus dem Alltag. Wie normale Menschen, die sich ein bisschen Glück wünschen, aber...
