Mission: Impossible

Verdis «Aida» gilt als schweres und schwieriges Stück. Annäherungsversuche in Kassel und Darmstadt bestätigen, wie wahr das ist

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Giuseppe Verdis «Aida» gilt als Festtagsstück selbst noch unter den großen Extrachor- und Extra-Bläser-Opern. Das hat sie vor die Pyramiden von Gizeh gebracht und bringt sie alljährlich in die Arena von Verona und ohnehin auf Freilichtbühnen aller Art, sofern der Platz und die musikalischen Kräfte reichen. Vor diesem Hintergrund ist es ganz solide, dass sie auch das zentrale Er -eignis der «Festwoche» zum Spielzeitauftakt am Staatstheater Darmstadt war. Und am Staatstheater Kassel die Ersatzspielstätte eröffnete.

Dieses Gebäude mit dem unverblümten Namen «Interim» bietet Platz für 850 Gäste und ist ein spektakuläres Riesenteil. Für sechs Jahre ist seine Nutzung aktuell geplant, während im Opernhaus saniert wird. Dann (oder entsprechend später) soll es so (oder so ähnlich) anderswo weiterverwendet werden. Sein modularer Bau eröffnet vielfältige Möglichkeiten, heißt es in Kassel. Vorläufig zeigt es sich als logische Weiterentwicklung der markanten Rauminstallationen, die Sebastian Hannak in den vergangenen Jahren schon im Stammhaus eingebaut hatte.

Es gibt diesmal eine Zuschauertribüne auf einer zum Auftakt weidlich genutzten Drehscheibe. Es gibt Gerüste an den Wänden, auf denen ...

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Opernwelt Dezember 2025
Rubrik: Im Focus, Seite 18
von Judith von Sternburg

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