Lortzing: Undine

München Lortzing: Undine

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Wenn in Claudia Doderers Inszenierung von Lortzings Zauberoper «Undine» am Ende die Wassergeister eine Menschen­hochzeit stören, dann wanken sie hinter einem durchsichtigen Schleier wie weich umflutete Schlingpflanzen. Da spürt man die Personalunion von Regisseurin und Ausstatterin, die sich nicht nur einen fein von unten schimmernden Boden gebaut hat, sondern auch Kulissen wie aus dem Marionettentheater. Die mit­tel­alter­liche Welt der Menschen illus­trieren gemalte Burgzinnen, Schattenrisse deuten einen Wald an, abstrakte Tore die Grenzen zwischen irdischer und Geis­ter­welt.

Weil das alles sehr poetisch beleuchtet wird, ist die Märchenwelt von Friedrich de la Motte Fouqués Erzählung aus dem Jahr 1811, aus der Lortzing 1844 die Handlung des­til­lierte, stets gegenwärtig.
Claudia Doderer misstraut der Spiel­opern-Konvention. Also hat sie die gesprochenen Texte eliminiert und beweist, dass die Handlung auch so funktioniert. Mutig setzt sie dabei auf Farben und naive Schaulust. Wie für den Zeichentrick choreografiert sind die zahlreichen buffonesken Szenen, die das Märchen von der Liebe einer Wassernixe zu einem Menschen-Mann umranken, der zugleich eine exzentrische Fürstin ...

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Opernwelt Februar 2007
Rubrik: Kurz Berichtet, Seite 48
von Klaus Kalchschmid

Vergriffen
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