Lehár ohne Schmalz
Schau an, das können sie also auch! Die Frankfurter Oper gilt nicht unbedingt als Hort der Operette – die konzertante Aufführung von Lehárs «Graf von Luxemburg» (1909) war tatsächlich eine Frankfurter Erstaufführung, sie hat dem dortigen Publikum außerordentlichen Spaß bereitet. Dem Hörer des CD-Mitschnitts geht es, mit Einschränkungen, genauso. Das Frankfurter Museums- und Opernorchester spielt unter der Leitung der jungen Koreanerin Eun Sun Kim in Silvesterlaune auf; für Sentimentalitäten ist da kein Platz, musikantischer Schwung verbindet sich mit instrumentalem Feinschliff.
Die Besetzung aus Gästen und dem gediegenen hauseigenen Ensemble lässt kaum Wünsche offen. Daniel Behle gibt den Titelhelden mit schlankem, elegantem, in allen Lagen unangestrengtem Tenor, allenfalls fehlt ihm die Ausstrahlung des Hallodris. Nicht ganz ideal besetzt ist die Sängerin Angèle mit Camilla Nylund; sie kann ihren Wagner-Sopran nicht immer genügend bändigen. Sebastian Geyer klingt zumindest auf der Konserve zu jung, zu lyrisch für den alten Fürsten Basil.
Laut Booklet wurde in Frankfurt eine neue Dialogfassung auf der Grundlage der Berliner Zweitfassung von 1937 gespielt. Die ist allerdings auf ...
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JUBILARE
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