Landpartie!

Das Erfolgsrezept der Grange Park Opera

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Im nicht-britischen Ausland hatte man noch vor 25 Jahren das «Modell Glyndebourne» als rundweg exzentrisch beäugt: Picknick in den Gartenanlagen, festliche Abendgarderobe im 30er-Jahre-Stil. Die meist gut betuchten Opernenthusiasten auf der Insel begeistert dieses Ambiente, und es gibt zahlreiche Nachahmer. Dazu zählt auch die Grange Park Opera.

Lord Ashbury hatte Northington Grange 1964 nach dem Tod seines Vaters zurückgekauft, verfügte aber aufgrund der immensen Instandhaltungskosten schlankerhand die Sprengung.

Eine Protestwelle in Form offener Briefe an die «Times» zwang ihn dazu, das Landhaus der British Heritage-Organisation zu überlassen. Allerdings war das Dach bereits abgerissen worden, und wenige Monate ministerieller Nachlässigkeit genügten, um das Gebäude praktisch zu ruinieren.

Dann trat Wasfi Kani auf den Plan. Die Selfmade-Frau und ehemalige Leiterin der Garsington Opera hauchte dem historischen Ort unerwartetes neues Leben ein. Das erste Theater, das die gebürtige Londonerin mit indischen Wurzeln 1997 in der ehemaligen Orangerie einrichtete, musste ohne Betriebsanlagen und Infrakstruktur auskommen. Die Qualität der Aufführungen allerdings, künstlerisch maßgeblich von ...

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Opernwelt August 2013
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Tom Sutcliffe

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