Liebe auf den ersten Burger

Rossini: La Cenerentola Luzern / Theater

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Aschenbrödels Familie ist ausgewandert – in die USA. Dort siedeln der junge englische Regisseur Sam Brown und die Ausstatterin Annemarie Woods «La Cenerentola» an. Dass die beiden Gewinner des European Opera Directing Price und des «Ring»-Award 2011 nun am Luzerner Theater Regie führten, ist kein Zufall: Intendant Dominique Mentha betätigt sich gern als Talent-Scout und hat auch Vera Nemirova und Tatjana Gürbaca früh an sein Haus geholt.



Woods Bühnenbild, eine fensterlose Hausmauer mit der Aufschrift «Palace» und einer schäbigen Metalltür, signalisiert: Wir sind im (vor-) städtischen Nirgendwo. Dort halten sich Aschenbrödel, die hier Angelina heißt, ihr Vater und ihre bösen Stiefschwestern mit einer fahrbaren Hamburger-Bude über Wasser. Gegen Ende der Ouvertüre zieht Angelina den Wagen keuchend auf die Bühne. Auch sonst bleibt alle Arbeit an ihr hängen, sie putzt, rüstet und kocht so realistisch, dass gelegentlich ein Hauch von Gebratenem durch den Saal zieht. Die Schwestern machen unterdessen auf Fitness, flirten mit den Kunden, während der Vater, im schäbigen Morgenrock über der fettigen Kochschürze, sich erst mal hinlegt. Das ist stimmig und mit schrägem Witz inszeniert.

Wenn sich ...

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Opernwelt August 2013
Rubrik: Panorama, Seite 48
von Alfred Ziltener

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