Koloraturen, Kuhglocken und Charaktersoprane

Das Festival auf Gut Immling präsentiert zu seinem 30-jährigen Bestehen Oper auf hohem Niveau, diesmal Puccinis «Tosca» und Donizettis «Lucia di Lammermoor»

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Beim Stichwort «Grüner Hügel» denken Opernkundige natürlich sofort an Bayreuth und die Richard-Wagner-Festspiele. Dabei gibt es noch ein weiteres großes Opernfestival in der süddeutschen Provinz, das auf einem grünen Hügel spielt: Das Immling Festival, das in der Nähe von Bad Endorf im Chiemgau in diesem Sommer immerhin auch schon zum 30. Mal stattfindet. Gespielt wird von Juni bis August in einer ehemaligen Reithalle auf dem Gutshof Immling. Nicht weniger als vier große Opern stehen in diesem Jahr auf dem Programm, dazu das Musical «Cats» und zahlreiche Konzerte.

Der Vergleich mit Bayreuth ist also keineswegs vermessen, denn auch das Immling Festival ist ein riesiges Unternehmen. Die ersten Proben finden bereits im Februar statt, ab April herrscht dann Hochbetrieb. Wie in Bayreuth sind Kollektive und Solo-Künstlerinnen und Künstler also den ganzen Sommer über vor Ort. Einige von ihnen wohnen – wie auch die Festspielgäste – im Endorfer Hof in Bad Endorf, der vom Festival-Chef betrieben wird. Dort fühlt man sich wie auf einer Chorfreizeit: Das Haus summt und brummt von Einsingübungen, Klarinetten-Tonleitern und Cello-Etüden.

Das Publikum erreicht den Gutshof nur mit einem ...

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Opernwelt September/Oktober 2026
Rubrik: Im Focus, Seite 50
von Regine Müller

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