Klangzauber
Erinnern wir uns. Erinnern wir uns an Helsinki, September 2004. An das Meer, das auf unerklärliche Weise den Weg auf die Bühne der Finnischen Nationaloper genommen hatte, und an diesen transparenten, weiß und schwarz schimmernden Nachen, wie von Lohengrin ersonnen, aber nicht von ihm gezogen, darin ein Mann den Weg zur fernen, ja unsterblichen Geliebten suchte und auch fand. Und dann, in diesem großen Moment, ins Jenseits hinüberfuhr, und obwohl das alles so unglaublich traurig ist, doch ein ungeheures Entzücken über der Szene lag.
«L’Amour de loin», Kaija Saariahos erstes Opus für das Musiktheater, hatte an diesem Abend die richtigen Interpreten gefunden. George Tsypin hatte den wunderbar zeitlosen Raum gestaltet, Peter Sellars darin in schlichter, ergreifender Manier Regie geführt, Esa-Pekka Salonen das Orchester der Finnischen Nationaloper mit einer Mischung aus Clarté, Klangsinn und hauchzarter Sinnlichkeit durch die irisierende, schlüssig konzipierte, ungemein organische, modal-mikrotonal gefügte Partitur geführt und dabei gar nicht viel tun müssen, um die Sänger Dawn Upshaw als Cleménce, Gerald Finley in der Partie des Jaufré Rudel und Monica Groop (Pilger) zu ...
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Eine Gemeinschaftsproduktion von Oper und Ballett. Für Christian Spuck, den renommierten Hauschoreografen des Stuttgarter Balletts, ist der Weg des Orpheus, wie ihn Glucks Musik erzählt, eine Jenseitsreise, eine Initiation, die den thrakischen Sänger bei seinem Versuch, seine tote Geliebte wiederzugewinnen, über die Erde hinaus in die Unterwelt und ins Elysium...
Eine Komplilation mit vielen alten Bekannten. EMI hat aus den Katalogen ein paar Höhepunkte zusammengesucht, Mittelmaß ist auch dabei. Vor allem fragt man sich, nach welchen Prinzipien die Nummern aus einzelnen Opern ausgewählt wurden.
Natürlich steht Fritz Busch am Anfang. Von seinen frühen (1934/35) und späteren Aufnahmen (1950/51) gibt es repräsentative Auszüge....
Krisenstimmung bei den Berliner Philharmonikern: Da bieten die Musiker und ihr Chefdirigent Simon Rattle im Stammhaus ein «Best of» aus Richard Wagners «Götterdämmerung» an – und eine Woche vor dem Konzert sind erst 80 Prozent der Tickets verkauft! Wo sich andere Orchester entspannt zurücklehnen, beginnen die Philharmoniker zu grübeln. Wie erklärt sich die...
