Klangteppiche der Trauer
Was heute als «rechts» verunglimpft werde, sei für ihn schlicht normal, äußerte Mitte Juni der soeben zum neuen Parteiobmann der Freiheitlichen gewählte österreichische Politiker Herbert Kickl. Den nicht rechts verankerten Fernsehzuseher mag die Hemmungslosigkeit dieser Äußerung überrascht haben und an Bertolt Brechts Arturo Ui denken lassen. Apropos: Als «One-man Brecht-Weill for the twenty-first century» wurde der New Yorker Komponist und Jazzpianist David Chesky bezeichnet.
Auch er ist um die Welt besorgt: Angesichts von deren zunehmendem Rechtsdrall (nicht zuletzt als unfreundliche Nebenwirkung der Covid-Pandemie) komponierte er im Seuchenjahr 2020 «in großer Verzweiflung» (Chesky) Klagegesänge über Malaisen, denen die Menschheit in den vergangenen Jahrzehnten ausgeliefert war: über die Nationalsozialisten («The White Rose Trilogy»), den Vietnamkrieg («Remembrance for the Victims of the Vietnam War») und den Bürgerkrieg in Syrien («Sacred Child of Aleppo») sowie die Covid-Seuche («For Our Own», die Erinnerung an Vincent Lionti, einen an diesem Virus verstorbenen Bratscher des Metropolitan Opera Orchestra); vereint nun im Album «Songs for a Broken World».
Im Mittelpunkt steht ...
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Opernwelt August 2021
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 23
von Gerhard Persché
Die größten Tyrannen finden wir bei William Shakespeare. Leontes, von Eifersucht zerfressen, Richard III., der Fieseste von allen, ferner einige der Heinrichs, Claudius, Julius Caesar, Titus Andronicus. Sie alle zeichnet ein untrüglicher Hang zum Sadismus aus, der unbeugsame Wille zur uneingeschränkten Ausübung ihrer Macht, und sei es gegen jede humane Vernunft und...
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Geschwindigkeit hat es ihm angetan. Wenn Nicholas Brownlee ein Ziel ansteuert, dann mit größtmöglicher Energie und maximalem Tempo. Mit 13 setzt ihn sein Vater zum ersten Mal in ein Rennauto. Schon früh zeigt sich, dass er Talent zum Rennfahrer hat. Zehn Jahre lang fährt er Sportrennen quer durch den Südosten der USA. Als Jugendlicher hört er vor allem Rap und...
