Italiens Tschechow, Puccinis Verseschmied

In seinem Heimatland berühmt, nördlich der Alpen ein unbeschriebenes Blatt: der Dramatiker Giuseppe Giacosa

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Seinen Nachruhm verdankt er einer Nebentätigkeit. Die Libretti zu «La Bohème», «Tosca» und «Madama Butterfly», die er gemeinsam mit Luigi Illica für Giacomo Puccini verfasst hat, sind alles, was wir im deutschsprachigen Raum von Giuseppe Giacosa kennen. Doch in Italien, wo seine Stücke noch heute ­gelegentlich gespielt werden, gilt er als der bedeutendste ­einheimische Dramatiker und als eine zentrale Erscheinung des kulturellen Lebens seiner Epoche. Unser Essay spürt dem vergessenen Literaten und seinen weitverzweigten Beziehungen zu anderen Künstlern nach.

  


Die Literatur war ihm nicht in die Wiege gelegt, doch wuchs Giuseppe Giacosa als Sohn eines Rechtsanwalts in einem gutbürgerlichen und keineswegs amusischen Hause auf. Geboren wurde er am 21. Oktober 1847 im kleinen Ort Colleretto Parella, das bei Ivrea in der Provinz Aosta (Piemont) liegt. Schon als Gymnasiast begann er, von seinem nebenbei literarisch tätigen Direktor ermutigt, Gedichte zu schreiben. Doch nach dem Abitur nahm er, dem Vorbild seines Vaters folgend, in Turin ein juristisches Studium auf, nach dessen Abschluss er in die väterliche Kanzlei eintrat. Große Begeisterung brachte er dieser Tätigkeit aber nicht ...

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Opernwelt Februar 2007
Rubrik: Thema, Seite 36
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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