Ins Innerste

Bartók: Herzog Blaubarts Burg an der Oper Perm

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Der Orchestergraben ist geschlossen, die vordersten Reihen im Parkett sind herausgenommen, die Musikerinnen und Musiker gehen in einer langen Reihe durch den Zuschauerraum zu ihren Plätzen. Sie sind es, die an diesem Abend die Hauptrolle spielen und – im Zusammenwirken mit der suggestiven Inszenierung von Evgenia Safonova, die in Perm als Musiktheaterregisseurin debütiert – dafür sorgen, dass uns während des gesamten Stücks ein nachgerade fürchterliches Entsetzen ergreift.

Mag Fedor Lednev aus der Musik Bartóks keineswegs alles Quälend-Düstere herausholen, mag er die fortissimi nicht bis zum hellen Wahnsinn führen, das Unheil nur in Ansätzen komprimieren – sein Dirigat ist ebenso intensiv und ausdrucksstark wie der Dialog zwischen Herzog Blaubart (stimmgewaltig: Garry Agadzhanyan) und Judit (feingeschliffen: Natalia Lyaskova). 

Auf der Bühne eine graue Kammer. Während des zwanzigminütigen, von Valerij Woronow eigens für diese Aufführung geschriebenen Prologs erscheinen auf einem Fernsehschirm Videoprojektionen, die das Herz erstarren lassen. Regisseurin Safonova zeigt die Protagonisten nicht als sauber gefeilte Charaktere, sondern inmitten eines sorgfältig gestalteten großen ...

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Opernwelt Januar 2023
Rubrik: Panorama, Seite 38
von Alexei Parin

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