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Das öde Spektakel, das Bartlett Sher um das geplante Traumpaar Anna Netrebko und Rolando Villazón herumarrangiert hat und für das Gounods «Roméo et Juliette» der austauschbare Anlass war, gehört nicht zu den künstlerischen Ruhmestaten der letzten Salzburger Festspiele. Als sich Netrebko wegen ihrer Schwangerschaft abmeldete, war es schon zu spät für eine echte...
Am Anfang tuscheln die Besucher noch. Doch spätestens, wenn sich aus der «Tannhäuser»-Ouvertüre das Venusmotiv herauszuschälen beginnt, ist der Saal im Athener Megaron still und lauscht. Was hier passiert, ist eine kleine Sensation. Griechenland war bisher weitgehend wagnerfrei. In einem Land mit wenig eigener Musiktheatertradition, in dem die Griechische...
Als Christoph Marthaler 1994 in Frankfurt Debussys «Pelléas et Mélisande» inszenierte, meinte er zu Recht, Natur liege so tief in dieser Musik, dass man sie nicht verdoppelnd auf die Bühne bringen sollte, das Stück würde sich sonst auflösen. Daher reagiert man zunächst skeptisch, wenn zu Beginn von Laurent Pellys Produktion des Werks am Theater an der Wien genau...
